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29.11.2013

21:53 Uhr

Venezuela

Regierung droht Preisabzockern mit Festnahme

Nicolás Maduro will durchgreifen: Venezuelas Regierung droht Preistreibern mit Festnahme. Geschäftsinhaber sollen für angebliche Abzocke bestraft werden. Kritiker werfen dem Präsidenten Populismus vor.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will Geschäftsinhaber notfalls festnehmen lassen, wenn sie sich den politisch angeordneten Preissenkungen widersetzen. dpa

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro will Geschäftsinhaber notfalls festnehmen lassen, wenn sie sich den politisch angeordneten Preissenkungen widersetzen.

CaracasVenezuelas Regierung will Geschäftsinhaber notfalls festnehmen lassen und "mit aller Härte" bestrafen, wenn sie sich den politisch angeordneten Preissenkungen widersetzen. Präsident Nicolás Maduro sprach die Warnung bei einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache am Freitag aus.

Kritiker werfen dem Sozialisten Populismus vor und beschuldigen ihn, mit den angeordneten Preissenkungen Stimmen für die Kommunalwahlen am 8. Dezember fangen zu wollen. Der Urnengang ist der erste Stimmungstest für den Staatschef, der im April zum Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez gewählt wurde.

Venezuelas Wirtschaft kränkelt, die Inflationsrate liegt bei 54 Prozent. Trotz der reichen Ölvorräte im Land kommt es immer wieder zu Lebensmittelengpässen. Die Regierung wirft der Opposition und den USA einen "Wirtschaftskrieg" vor. Der venezolanische Privatsektor hingegen macht die Regierungspolitik für die ökonomischen Probleme verantwortlich.

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Am 8. November hatte Maduro angeordnet, dass Venezuelas Händler ihre Preise senken. Daraufhin gab es einen Ansturm auf Kaufhäuser. Soldaten der Nationalgarde und Polizisten bewachten einzelne Filialen, Regierungsbeamte kontrollierten die Preise in den Läden. Am Dienstag ließ Maduro gar die Elektronik-Handelskette Deka auf unbestimmte Zeit verstaatlichen. Die Regierung warf dem Firmenmanagement vor, Preisspekulation zu betreiben und die Waren zum Zehnfachen ihres Anschaffungspreises anzubieten.

Von

afp

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