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15.06.2016

22:23 Uhr

Verärgerung in China

Obama trifft Dalai Lama

Der US-Präsident Barack Obama hat den Dalai Lama im Weißen Haus empfangen - zum Missfallen chinesischer Regierungsvertreter, die dem geistlichen Oberhaupt nicht trauen. Eine Pressekonferenz gab es im Anschluss nicht.

Das Bild stammt von einem vergangenen Treffen: Obama unterstütz den Erhalt der religiösen, kulturellen und sprachlichen Traditionen Tibets. dpa

Dalai Lama / Barack Obama

Das Bild stammt von einem vergangenen Treffen: Obama unterstütz den Erhalt der religiösen, kulturellen und sprachlichen Traditionen Tibets.

US-Präsident Barack Obama hat den Dalai Lama am Mittwoch im Weißen Haus empfangen. Das Treffen der beiden Friedensnobelpreisträger fand im Map Room statt, und nicht im Oval Office des Weißen Hauses, wo er normalerweise Staatsoberhäupter empfängt.

Eine Pressekonferenz gab es anschließend nicht. Obamas Sprecher Josh Earnest betonte, der Präsident sei dem Dalai Lama und seinen Lehren persönlich zugeneigt. Er unterstütze zudem den Erhalt der religiösen, kulturellen und sprachlichen Traditionen Tibets.

Vertreter der chinesischen Regierung protestieren regelmäßig, wenn ausländische Staaten den geistigen Führer der Tibeter empfangen. Der Dalai Lama spricht sich für eine größere Autonomie Tibets aus, das seit 1950 von China beherrscht wird.

China verurteilte das Treffen - das vierte Obamas mit dem Dalai Lama im Weißen Haus. Beide Männer sind mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Eigentlich wollte Obama am Mittwoch auf einer Wahlkampfkundgebung in Wisconsin an der Seite der voraussichtlichen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton auftreten. Die Veranstaltung wurde allerdings aufgrund des Attentats in Orlando am vergangenen Wochenende mit 49 Todesopfern verschoben. Dadurch entstand eine Lücke in Obamas Kalender, in der er den Dalai Lama an seinem Regierungssitz begrüßen konnte.

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