Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2013

20:47 Uhr

„Verantwortliche Lösung“

USA fordern faires Rettungspaket für Zypern

Die USA haben eine „verantwortliche und faire“ Lösung der Eurozone für das Zypern-Rettungspaket gefordert. Samstag wurde eine Zwangsabgabe für Inhaber von zyprischen Konten vereinbart. Daraufhin gab es wütende Proteste.

Die USA fordern eine faire Lösung für Zypern. dpa

Die USA fordern eine faire Lösung für Zypern.

WashingtonDie USA haben die Länder der Eurozone zu einer „verantwortlichen und fairen“ Lösung beim Zypern-Rettungspaket aufgerufen. Dabei müsse die Stabilität des Finanzsystems gewährleistet bleiben, erklärte das Finanzministerium in Washington am Montag. Finanzminister Jack Lew stehe mit seinen Kollegen in Europa in Kontakt. Zuvor hatte das Weiße Haus erklärt, die Lage in Zypern genau zu verfolgen.

Das finanziell angeschlagene Zypern und die Euro-Finanzminister hatten sich in der Nacht zum Samstag auf ein milliardenschweres Rettungspaket verständigt. Im Gegenzug wurde eine Zwangsabgabe für alle Inhaber von Konten bei zyprischen Banken vereinbart: Sparer mit bis zu 100.000 Euro Einlagen müssen eine Abgabe von einmalig 6,75 Prozent zahlen, Kunden mit mehr als 100.000 Euro 9,9 Prozent.

Banken  bis Mittwoch geschlossen: Zyperns Hilfspaket wird neu gepackt

Banken bis Mittwoch geschlossen

exklusivZyperns Hilfspaket wird neu gepackt

Der Tabu-Bruch der Euro-Gruppe ist gescheitert: Zyperns Hilfspaket wird neu verhandelt.

Nach wütenden Protesten von Kleinsparern will Zypern das Rettungsprogramm allerdings ändern. Das Parlament in Nikosia entscheidet am Dienstag über das Hilfspaket. Die Banken auf Zypern sollen bis Donnerstag geschlossen bleiben.

Von

afp

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

18.03.2013, 21:03 Uhr

In Deutschland muss sich jeder Steuerzahler an die illegalen Rettungspakete zwangsweise beteiligen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er arm ist oder reich. Auch arme Menschen kaufen im Supermarkt ein (Mehrwertsteuer) oder haben Pendelkosten zur Arbeit (Benzinkosten). Diese Steuern wären niedriger, wenn es die illegalen Rettungsaktionen nicht gäbe.

Hier in Deutschland wird also jeder herangezogen und das hat Presse und Politik nie interessiert.

Account gelöscht!

18.03.2013, 21:14 Uhr

"Auch arme Menschen kaufen im Supermarkt ein (Mehrwertsteuer) oder haben Pendelkosten zur Arbeit (Benzinkosten). Diese Steuern wären niedriger, wenn es die illegalen Rettungsaktionen nicht gäbe."

Sie glauben an den Weihnachtsmann?

Rainer_J

18.03.2013, 21:32 Uhr

@netshadow

Was denken sie denn woher Schäuble das Geld für die Rettungsaktionen der letzten 3 Jahre her hat? Hat er mal wieder einen Geldkoffer bekommen oder gibt es eine spezielle ESM-Reichensteuer, die nur Vermögende zur Kasse bittet?

Nein, das Geld stammt aus gewöhnlichen Steuereinnahmen über Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Benzinsteuer usw. Die meisten Menschen, die diese Steuern zahlen, sind nicht wohlhabend, sondern kommen gerade so um die Runden oder haben Schulden.

Diese Menschen müssen zwangsweise Millionären und Milliadären, die sich im Schneeballsystem Zypern verzockt haben, illegal 90% des Vermögens retten. Das ist der eigentliche Skandal.

Würde es gerecht zugegen, dann würde man bis 100000 Euro auszahlen und der Rest ist weg!

Wenn ich mir Aktien kaufe und die Firma macht pleite, kommt dann auch Geldkoffer-Schäuble und ersetzt mir 90% des Schadens durch Steuergeld? Jeder der so an Geld kommt, glaubt bestimmt wieder an den Weihnachtsmann.

Dieser Weihnachtsmann hat einen Schlitten mit Rädern und heißt Schäuble.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×