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12.04.2013

19:06 Uhr

Verdacht auf Geldwäsche

Schweiz sperrt griechischem Ex-Minister die Konten

Nach dem Korruptionsskandal um den ehemaligen griechischen Verteidigungsminister Tsohatzopoulos sorgen sich die Schweizer Finanzinstitute um ihren Ruf. Nun haben sie seine Konten eingefroren.

Die Schweiz will kein Paradies für Geldwäscher sein. dpa

Die Schweiz will kein Paradies für Geldwäscher sein.

ZürichDie Ermittlungen gegen den früheren griechischen Verteidigungsminister Akis Tsohatzopoulos haben auch die Schweizer Justiz auf den Plan gerufen. In einer Strafuntersuchung wolle die Bundesanwaltschaft klären, ob Personen oder Banken in der Schweiz an Geldwäsche beteiligt seien, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Tätigkeitsbericht 2012 der Behörde. In dem Zusammenhang seien rund zehn Millionen Franken blockiert worden, ergänzte eine Sprecherin. Auslöser der Untersuchung waren Verdachtsmeldungen von verschiedenen Banken bei der Geldwäsche-Meldestelle, nachdem Tsohatzopoulos vor einem Jahr verhaftet worden war.

Das Verfahren zeige, dass der Schweizer Finanzplatz missbraucht werden könne. "Dies birgt beachtliche Reputationsrisiken nicht nur für die involvierten Banken, sondern für die Schweiz insgesamt", heißt es in dem Bericht.

Ein griechisches Gericht hatte den Ex-Minister im März zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, weil er die Herkunft seines Vermögens nicht offenlegen wollte. Der sozialistische Politiker, der zuletzt 2004 einem Kabinett angehörte, bestreitet die Vorwürfe und will Berufung einlegen.


Von

rtr

Kommentare (2)

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klarissimo

12.04.2013, 19:36 Uhr

WOW. WOW. Weiter so, aber künftig rechtzeitig. Und London muss genauso handeln! In der Schweiz scheint ein moralischer Schub durch die Eidgenossenschaft zu rollen: Manager sollen nicht mehr als das 12-fache des geringsten Lohnes verdienen - prima! Weg von dem Zinsgeld und krankhaften Kapitalismus!

Account gelöscht!

12.04.2013, 21:40 Uhr

Zum jetzigen Zeitpunkt riecht dieses Vorgehen bei diesem Ex-Minister ganz schal nach Bauernopfer. Nach wie vor wird bei anderen „Leichen im Keller“ geflissentlich weggesehen.

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