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20.02.2017

19:19 Uhr

Verdacht gegen Le Pens Partei

Front-National-Zentrale abermals durchsucht

Schon vor einem Jahr hatten französische Ermittler die Parteizentrale der Front National durchsucht. Nun haben die Behörden die Räumlichkeiten erneut unter die Lupe genommen. Die Partei wittert eine Verschwörung.

Der Front National wirft den Behörden vor, die Dursuchung der Parteizentrale wirke wie der Versuch, den Präsidentschaftswahlkampf zu stören. Reuters, Sascha Rheker

Ermittlungen gegen Marine Le Pen

Der Front National wirft den Behörden vor, die Dursuchung der Parteizentrale wirke wie der Versuch, den Präsidentschaftswahlkampf zu stören.

ParisDie Polizei hat die Parteizentrale des rechtsextremen Front National in Paris durchsucht. Grund sei der Verdacht auf Missbrauch von Geldern des Europäischen Parlaments, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Montag aus Parteikreisen. Der Front National warf den Behörden in einer Stellungnahme vor, die Aktion wirke wie der Versuch, den Präsidentschaftswahlkampf zu stören.

Der Europa-Abgeordneten und Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen wird vorgeworfen, eine Sekretärin im Parlament als Assistentin bezeichnet und dann wesentlich höhere Gehälter vom Parlament kassiert zu haben. In einem zweiten Fall soll ein Leibwächter als Parlamentsassistent deklariert worden sein. Le Pen hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Das Europäische Parlament hatte Ende Januar entschieden, dass Le Pen fast 300.000 Euro zurückzahlen muss.

Ermittlungen gegen Präsidentschaftskandidaten : Für Fillon ist die Job-Affäre noch nicht erledigt

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Für Fillon ist die Job-Affäre noch nicht erledigt

Die Pariser Finanzstaatsanwaltschaft will weiter Vorwürfe im Zusammenhang mit der Job-Affäre um den Präsidentschaftskandidaten François Fillon prüfen. An ein Ende der Untersuchung sei derzeit nicht zu denken.

Ende Januar waren Büroräume des konservativen Kandidaten Francois Fillon durchsucht worden. Ihm wird die Scheinanstellung seiner Ehefrau vorgeworfen, die dabei 831.400 Euro kassiert haben soll. Der in Umfragen für die Stichwahl bis dahin führende Fillon war nach den Vorwürfen der Scheinbeschäftigung in der Wählergunst abgestürzt. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage konnte er allerdings wieder zu dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron aufschließen. Damit ist ungewiss, wer in die Stichwahl gegen Le Pen kommt, die den Erhebungen zufolge den ersten Wahlgang gewinnen dürfte.

Von

rtr

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