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09.07.2014

13:03 Uhr

Verdacht

Ukraine wirft Russland Entführung von Offizierin vor

Eine ukrainische Offizierin soll von prorussischen Separatisten entführt worden sein. Die ukrainische Regierung geht davon aus, dass sie nach Russland verschleppt wurde. Von russischer Seite gibt es keinen Kommentar.

Ukrainische Soldaten verlegen ihre Position im Osten des Landes. Erneut kam es am Freitag zu heftigen Gefechten. Indes ließen die Russen ihre Muskeln spielen. ap

Ukrainische Soldaten verlegen ihre Position im Osten des Landes. Erneut kam es am Freitag zu heftigen Gefechten. Indes ließen die Russen ihre Muskeln spielen.

KiewDie ukrainische Regierung hat Russland vorgeworfen, in der Ostukraine eine Armeeoffizierin entführt zu haben. Damit verletze Russland nicht nur alle internationalen Normen sondern auch Anstand und Moral, erklärte das Außenministerium am Mittwoch in Kiew. Die 33-jährige Nadeschda Sawtschenko wurde den Angaben zufolge im Juni bei Luhansk von prorussischen Separatisten gefangengenommen und dann nach Russland verschleppt.

Der Fall beweise einmal mehr, dass die Rebellen in enger Abstimmung mit russischen Geheimdiensten vorgingen, erklärte das Ministerium. Die Hubschrauberpilotin habe während eines Urlaubs aufseiten einer regierungstreuen Miliz mit dem Namen Aidar-Bataillon gegen die Aufständischen gekämpft.

Hochburgen prorussischer Milizen in der Ostukraine

Slawjansk

Die Industriestadt (110.000 Einwohner) in der Region Donezk.

Donezk

Die Hauptstadt der gleichnamigen Region (eine Million Einwohner) ist zugleich die Hauptstadt der von den Aktivisten ausgerufenen „Republik Donezk“. Das Gebäude der Regionalverwaltung wurde am 6. April besetzt, das Rathaus zehn Tage später.

Lugansk

Die Hauptstadt der Region Lugansk (400.000 Einwohner) wird von den Milizen auch als Hauptstadt der „Republik Lugansk“ bezeichnet. Die Geheimdienstzentrale ist seit dem 6. April besetzt, am 29. April stürmten prorussische Demonstranten zudem das Gebäude der Regionalverwaltung.

Kramatorsk

In der Nachbarstadt von Slawjansk (160.000 Einwohner) besetzten Aktivisten am 12. April erstmals das Rathaus. Auch ein Gebäude des Geheimdienstes ist in ihrer Gewalt. Ein ukrainischer Militärstützpunkt in der Nähe ist jedoch weiterhin unter Kontrolle ukrainischer Soldaten.

Weitere Städte

In diesen Städten sind die Rathäuser besetzt: Gorliwka (260.000 Einwohner), Makijiwka (360.000 Einwohner), Artemiwsk (78.000 Einwohner), Jenakijewe (85.000 Einwohner), Charzysk (60.000 Einwohner), Schdaniwka (14.000 Einwohner), Kirowsk (28.000 Einwohner), Tores (80.000 Einwohner), Kostjantyniwka (80.000 Einwohner)

Die Ukraine erwarte die sofortige Freilassung der Frau. Von Russland war zunächst keine Stellungnahme zu dem Vorwurf zu erhalten.

Von

rtr

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