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08.12.2012

16:02 Uhr

Verdienste um Europa

Litauische Präsidentin erhält Karlspreis 2013

Dalia Grybauskaite wird im kommenden Jahr den Aachener Karlspreis erhalten. Als Begründung nennt das Direktorium die Verdienste der litauischen Präsidentin in der Euro-Schuldenkrise.

Die litauische Dalia Grybauskaite erhält den Aachener Karlspreis. dpa

Die litauische Dalia Grybauskaite erhält den Aachener Karlspreis.

AachenDer Internationale Aachener Karlspreis wird im kommenden Jahr an die litauische Präsidentin und frühere EU-Haushaltskommissarin Dalia Grybauskaite verliehen. Dies gab das Karlspreis-Direktorium am Samstag in Aachen bekannt. Mit Grybauskaite werde „eine der herausragenden Persönlichkeiten der baltischen Region“ geehrt, heißt es in der Begründung. Zudem sollten mit der Preisvergabe ihre Verdienste um die Bewältigung der aktuellen Schuldenkrise gewürdigt werden.

Im kommenden Jahr jährt sich zum zehnten Mal die Unterzeichnung der EU-Beitrittsverträge von Litauen, Estland und Lettland. Die Zugehörigkeit der baltischen Staaten zur Europäischen Union sei eines der „großen und bewegenden Ereignisse der revolutionären Dekade“. Der nötige Transformationsprozess habe den Menschen aber auch viele Opfer abverlangt.

In der aktuellen Situation zeichne Preisträgerin Grybauskaite mit „Mut und Augenmaß, Durchsetzungskraft und Selbstbewusstsein“ einen Weg zur Überwindung der europäischen Probleme, urteilt das Karlspreis-Direktorium. Dabei schaffe sie im eigenen Volk und bei den europäischen Partnern Orientierung Vertrauen. So sei es ein wichtiges Signal, „wenn in einer Zeit größter Verunsicherung, in der fast allerorten über ein Auseinanderbrechen der Währungsunion spekuliert wird, die Republik Litauen unverändert in die Währungsunion strebt“.

Grybauskaite ist seit Mai 2009 litauische Präsidentin. Nach dem Beitritt ihres Landes in die Europäische Union war sie 2004 in die EU-Kommission eingezogen. Dort führte sie zunächst die Bereiche Bildung und Kultur und wurde dann Haushaltskommissarin.

Der Aachener Karlspreis zählt zu den bedeutendsten europäischen Auszeichnungen und würdigt Verdienste um Europa und die europäische Einigung. Traditionell wird der Preis an Christi Himmelfahrt im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen – im kommenden Jahr am 9. Mai. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Von

dapd

Kommentare (8)

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R.Rath

08.12.2012, 17:13 Uhr

Diesen Vorgang und seine Begründung kann man nur noch mit den Augen eines Satirikers betrachten.
Der Euro höchstpersönlich hat wie bekannt auch schon seinerseits den Karlspreis bekommen, unter anderem mit der Begründung, er sei ein hervorragendes Instrument zur Verständigung der europäischen Völker untereinander.
Diese "Verständigung" ist mutiert zu einem Hauen und Stechen mit gegenseitigen Verleumdungen und Unterstellungen, und den Versuchen von Vorteilsnahmen um jeden Preis einerseits und den Forderungen von Übernahme fremder Schulden andererseits. Die Abwicklung des Euro wird nur deshalb vermieden, weil die Ungewissheiten noch größer sind als die bei seinen Beihaltung.
Der Euro ist eine suboptimale Währung in einem dafür ungeeigneten Währungsgebiet.
Das ist leider die Wahrheit, die mit jedem Tag und mit jedem Krisengipfel immer offenbarer wird.

Rainer_J

08.12.2012, 20:04 Uhr

Mann will Litauen auch in den Euro holen. Deshalb der Preis:

"Held der EUdSSR"!

http://www.youtube.com/watch?v=ggehvU67G3Q

Rainer_J

08.12.2012, 20:39 Uhr

Zitat:"Das ist leider die Wahrheit, die mit jedem Tag und mit jedem Krisengipfel immer offenbarer wird."

Vollkommen richtig. Bloss ist der Rotweinverbrauch in Brüssel und Straßburg zu hoch, um das zu erkennen.

Die EUdSSR ist völlig abgehoben. Europa-Irre, Juden und Weintrinker jaulen um den Euro und Macht.



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