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03.06.2014

07:50 Uhr

Vereinbarung mit Washington

Kuba bietet erneut Gefangenenaustausch an

Nach einem Gefangenenaustausch mit den USA will es Kuba erneut versuchen: Die Regierung könnte einen auf Kuba eingesperrten US-Bürger freilassen und fordert im Gegenzug eine Menge. Doch die Pläne stoßen auf Ablehnung.

HavannaNach der Freilassung eines US-Soldaten im Zuge eines Gefangenenaustausches mit den afghanischen Taliban regt Kuba eine vergleichbare Vereinbarung mit Washington an. Es fehle zurzeit nur der politische Wille der US-Regierung, sagte der frühere Spion Fernando González am Montag. Seine Regierung sei bereit, über die Freilassung des auf Kuba eingesperrten US-Bürgers Alan Gross zu verhandeln, bekräftigte er auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Havanna.

Als Gegenleistung sollen die drei verbliebenen Gefangenen von den sogenannten „Cuban Five“ in den USA auf freien Fuß gesetzt werden. Sie waren 1998 als Teil eines kubanischen Spionagerings in den USA zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. González und ein anderer Agent haben ihre Strafen inzwischen verbüßt. Kuba hat der US-Administration mehrfach einen Gefangenenaustausch angeboten.

Der frühere Spion Fernando González fordert die Freilassung der drei verbliebenen Gefangenen der sogenannten „Cuban Five“ in den USA. Dafür bietet Kuba einen Gefangenenaustausch an. ap

Der frühere Spion Fernando González fordert die Freilassung der drei verbliebenen Gefangenen der sogenannten „Cuban Five“ in den USA. Dafür bietet Kuba einen Gefangenenaustausch an.

Der US-Entwicklungshelfer Alan Gross wurde 2009 in Havanna festgenommen und später zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der 65-Jährige soll verbotene Satellitenfunkanlagen im Auftrag der US-Regierung nach Kuba eingeschleust und an Oppositionelle verteilt haben. Washington bestreitet dies und lehnt Verhandlungen ab.

Von

dpa

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