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19.06.2013

03:43 Uhr

Vereinte Nationen

Golanhöhen-Mission soll verstärkt werden

Trotz des angekündigten Abzugs der österreichischen Truppen von den Golanhöhen stellt der UN-Sicherheitsrat klar: An der Mission wird nicht gerüttelt, sie soll verstärkt werden. Von wem, bleibt unklar.

Der UN-Sicherheitsrat hält weiter an der Undof genannte Mission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel fest. dpa

Der UN-Sicherheitsrat hält weiter an der Undof genannte Mission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel fest.

New YorkAuch nach dem angekündigten Rückzug der österreichischen Truppen hält der UN-Sicherheitsrat weiter an der Mission auf den Golanhöhen zwischen Syrien und Israel fest. Alle 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums hätten übereingestimmt, dass die Undof genannte Mission fortgesetzt und verstärkt werden müsse, sagte der britische UN-Botschafter und derzeitige Ratsvorsitzende Mark Lyall Grant am Dienstag in New York. Zuvor hatte der für Friedensmissionen zuständige UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous den Sicherheitsrat über die aktuelle Lage der Undof-Mission informiert.

Laut Grant gebe es eine „starke Unterstützung“ für die von Generalsekretär Ban Ki Moon vorgeschlagene Erweiterung der Blauhelmtruppe von 913 auf 1250 Mitglieder. Die USA und Russland würden eine Resolution in Umlauf bringen, um das Mandat der Truppe zu erneuern, die seit 1974 auf den Golanhöhen stationiert ist.

In Kürze würden rund 170 Soldaten aus dem Pazifikstaat Fidschi auf dem Golan eintreffen, um die bereits im März abgezogenen kroatischen Blauhelmsoldaten zu ersetzen, sagte UN-Botschafter Grant. Fidschi habe zudem angeboten, noch mehr Truppen zu entsenden.

Auch mit weiteren Ländern sei UN-Untergeneralsekretär Ladsous im Gespräch über die Entsendung oder Aufstockung von Truppen. Er habe sich optimistisch gezeigt, aber keine Details nennen wollen, berichtete Grant.

In den kommenden Wochen würden die USA und Russland einen Resolutionsentwurf für die Ende Juni turnusmäßig anstehende Verlängerung des Undof-Mandats um sechs Monate vorlegen. Das neue Mandat werde sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich von dem jetzigen unterscheiden, sagte Grant. Trotzdem könne die Mission auf Basis dieses Mandats verstärkt werden, beispielsweise mit mehr Personal auf Wachposten und einer Aufstockung auf - bereits bewilligte - 1250 Mann.

Die Undof-Beobachter sind seit 1974 auf den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien stationiert, um den Waffenstillstand zwischen beiden Ländern zu überwachen. Die Blauhelme wurden mehrfach in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, immer wieder wurden Beobachter entführt.

Kommentare (3)

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19.06.2013, 05:59 Uhr

Ich habe irgendwo gelesen das Russland sich angeboten hat die Österreicher zu ersetzen .
Das wäre so ziemlich der größte Bock den man fabrizieren könnte , Russland hat im Jom Kippur-Krieg mit Militärberatern gegen Israel gekämpft , die Objektivität /Glaubwürdigkeit der Russischen Blauhelme wär nicht gegeben .

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19.06.2013, 07:11 Uhr

Der Rest der Welt küsst allerdings seit 65 Jahren Israel die Füße und versucht, durch bewaffnete Terroristen, Syrien zu zerstören und eine Marionettenregierung einzusetzen. Ist das etwa Objektivität?

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19.06.2013, 07:19 Uhr

Wichtig ist, das Blauhelme auf dem Golan sind , wenn nun die anzahl erhöht werden soll , um so besser .
Das Russland das nicht machen kann , sollte einleuchten .
Das man Israel die Füße küsst ,haben scheinbar nur sie feststellen können und die "Marionettenregierung" wird an Russland,Iran und China scheitern .
Die Länder, die tatsächlich Waffen an die Syrischen Rebellen liefern , werden wirklich den Preis dafür zu bezahlen haben , oder zweifeln sie etwa daran ?

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