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02.10.2014

16:01 Uhr

Vereinte Nationen

Internationaler Strafgerichtshof sollte sich mit Irak befassen

Nach Auffassung der UN sollte sich der Internationale Strafgerichtshof mit der Gewalt im Irak beschäftigen. Laut eines UN-Reports hat die Terrormiliz zahlreiche Zivilisten angegriffen, entführt, vergewaltigt und getötet.

Ein nach Angriffen der IS obdachloser Iraki trägt gespendetes Essen des World Food Program (WFP): Die sunnitische Extremistengruppe IS habe außerdem systematisch Angehörige religiöser Minderheiten wie Jesiden, Schiiten und Christen attackiert und umgebracht, heißt es in einem neuen Bericht der UN. AFP

Ein nach Angriffen der IS obdachloser Iraki trägt gespendetes Essen des World Food Program (WFP): Die sunnitische Extremistengruppe IS habe außerdem systematisch Angehörige religiöser Minderheiten wie Jesiden, Schiiten und Christen attackiert und umgebracht, heißt es in einem neuen Bericht der UN.

GenfDer Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag soll sich nach Ansicht der Vereinten Nationen mit der Gewalt im Irak befassen. „Der Gerichtshof wurde genau für derartige Situationen geschaffen“, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Prinz Said Raad al-Hussein am Donnerstag in Genf. Angesichts der Ermordung tausender Zivilisten durch die IS-Terrormiliz solle die irakische Regierung die Rechtsprechung des Gerichtshofs zulassen.

Laut eines neuen UN-Reports hat die Terrormiliz zahlreiche Zivilisten angegriffen, entführt, vergewaltigt und getötet. Zudem seien Kinder zwangsrekrutiert worden, heißt es in dem Bericht, der sich auf den Zeitraum zwischen Anfang Juli und Anfang September 2014 bezieht.

Die sunnitische Extremistengruppe IS habe außerdem systematisch Angehörige religiöser Minderheiten wie Jesiden, Schiiten und Christen attackiert und umgebracht, heißt es weiter.

„Die Gewalttaten sind atemberaubend und könnten als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet werden“, sagte Said. Seit Anfang des Jahres sind im Irak nach UN-Angaben rund 9400 Zivilisten getötet worden, mehr als 17 000 wurden verletzt.

Von

dpa

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