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23.09.2014

08:37 Uhr

Vereinte Nationen

Mit Gipfel zum geplanten Weltklimavertrag

Ende 2015 soll ein Weltklimavertrag stehen, der Staaten auf die Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. Die Verhandlungen sind aber bisher zäh. Mit einem Klimagipfel will UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das ändern.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will neuen Schwung in die Klimaverhandlungen bringen. dpa

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will neuen Schwung in die Klimaverhandlungen bringen.

New YorkEin Klimagipfel der Vereinten Nationen soll am Dienstag neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. In New York erwartet werden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Barack Obama. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird allerdings nicht dabei sein, sie schickt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach New York.

Die Veranstaltung auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll einem angestrebten Weltklimavertrag für über 190 Staaten den Weg ebnen. Er soll Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. Ziel ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad. Sie ist in erster Linie dem Ausstoß von Treibhausgasen geschuldet.

Bis zum Ende des 1. Quartals 2015 sollen alle Staaten ihre Treibhausgas-Minderungsziele für den Weltklimavertrag mitteilen. Mitmachen sollen auch die USA und China, die sich bisher gegen verbindliche Vorgaben sperren.

Der führende Klimaforscher und Regierungsberater Hans-Joachim Schellnhuber dämpfte vor dem Gipfel die Erwartungen. „Mehr als positive Stimmungsimpulse für die Klimaverhandlungen werden in New York kaum gelingen“, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) der Nachrichtenagentur dpa.

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Er zeigte daher auch Verständnis für das Fehlen der Kanzlerin. Sie werde sicher teilnehmen, wenn es wirklich ans Eingemachte gehe, also in Paris 2015. Bei der Erderwärmung hätten die Domino-Effekte längst eingesetzt. „Aber wie viele Steine wie schnell fallen, hängt immer auch von unserem Handeln in den nächsten Jahrzehnten ab -–wenn wir die Zwei-Grad-Linie halten, sind die Risiken wohl noch beherrschbar.“

Die Grünen kritisierten die Absage Merkels, die am Dienstag beim Tag der Industrie in Berlin auftritt, als „Blamage für die deutsche Politik“. „Die Absage zeigt, wie wenig die Bundesregierung mit Klimaschutz und internationaler Solidarität am Hut hat. Sie betreibt Klientelpflege statt Klimaschutz“, sagte Parteichefin Simone Peter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

Ministerin Hendricks sagte hingegen der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstag), die Bundesregierung sei mit ihr und Müller „bestens vertreten“. Merkel bleibe weiter „Klimakanzlerin“.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Johann Brädt

23.09.2014, 11:10 Uhr

Ach die Ökos übertreiben mal wieder hemmungslos, können es nicht ertragen, dass ihre Erzfeinde die Kanzlerin heute als Gast empfangen. Immerhin besitzt die Industrie soviel Humor Ökosozialisten und Kommunisten als Gastredner über die Zukunft der Industrie philosophieren zu lassen. Sollen sich doch die anderen die immer gleichen dystopischen Geschichten über den unvermeidlichen Weltuntergang anhören und wie man den Wohlstand der Welt am besten verteilt.

Herr Old Harold

23.09.2014, 12:41 Uhr

Bravo, Frau Bundeskanzler!

Doch wenn Deutschland wirklich ein Zeichen setzen will, nimmt es vorerst an solchen Laber-Veranstaltungen überhaupt nicht mehr teil.

Das Ergebnis auch dieses Gipfels steht ohnehin bereits wieder fest:

Man kann sich auf keine gemeinsame Abschlusserklärung einigen.
Die größten Umweltverschmutzer wollen ihrer Industrie nicht zumuten, wirksame Filter in ihre Anlagen einzubauen und auch die Entwicklungs- und Schwellenländer haben schließlich einen Nachholbedarf an Umweltverschmutzung, um ihre Industrie zu fördern.

Erst wenn die Menschen in den Großstädten Chinas wegen Sauerstoffmangel an 5 Werktagen der Woche Ausgangsverbot bekommen und erst wenn keine Versicherung mehr bereit ist, die Umweltschäden in den USA abzusichern, wird Bewegung in die Umweltpolitik auf unserem Planeten kommen.

Und dann ist immer noch genügend Zeit für Deutschland, sich hier wieder einzuklinken.

Herr Jens Muche

23.09.2014, 12:58 Uhr

„Ziel ist eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad.“

Ahja und wie möchte es die versammelte Unwissenheit und Ignoranz bewerkstelligen? Es wurden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs eingeladen, den Hauptverursacher des Klimawandels hat man bedauerlicher Weise nicht eingeladen, die Sonne, unser Zentralgestirn, das schon seit Millionen von Jahren das Klima auf der Erde bestimmt, auch, als es noch gar keine Menschen gab, die dieses Klima angeblich beeinflussen und aus dem Gleichgewicht bringen.

„„Mehr als positive Stimmungsimpulse für die Klimaverhandlungen werden in New York kaum gelingen“, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) der Nachrichtenagentur dpa.“

Man nehme zur Kenntnis, daß dieses „Institut“ ein eingetragener Verein ist und keinerlei staatliche Funktion hat und der Direktor dieses „Instituts“ wohl eher die Meinung des Vorstandes dieses Vereins vertritt.

Was die „Grünen“ betrifft; sie sind diejenigen, die an Natur und Umwelt die größten Schäden zu verantworten haben, denn ihnen verdanken wir Windmühlen, Solarplatten und Faulgasanlagen, die sie zu allem Überfluß „Biogasanlagen“ nennen. Daß das dort erzeugte Methan mehr als umweltschädlich ist und zudem enorme Naturressourcen verbraucht und zerstört, nehmen die billigend in Kauf, denn es gilt ihre Ideologie durchzusetzen. Wer hier wohl „Klientelpolitik“ betreibt.

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