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14.10.2011

06:59 Uhr

Vereitelter Bombenanschlag

Obama macht Iran für Attentatspläne verantwortlich

US-Präsident Obama hat den Iran für das angebliche Mordkomplott auf den saudischen Botschafter verantwortlich gemacht. Obama droht mit „härtesten Sanktionen“ - doch selbst hohe Regierungsbeamte bezweifeln die Vorwürfe.

Obama droht Iran die „härtesten Sanktionen” an

Video: Obama droht Iran die „härtesten Sanktionen” an

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WashingtonUS-Präsident Barack Obama will den Iran nach der Aufdeckung der mutmaßlichen Anschlagspläne auf den saudiarabischen Botschafter in Washington zur Verantwortung ziehen. Obama drohte dem Iran wegen des vermeintlichen Mordkomplotts mit „härtesten Sanktionen“. Die Reaktion der Vereinigten Staaten werde darauf abzielen, die Islamische Republik weiter zu isolieren, erklärte Obama am Donnerstag. Dafür lägen alle Optionen auf dem Tisch. Wann immer der Iran das Recht verletze, würden die USA und ihre Partner Sorge tragen, dass er dafür einen Preis zahle.   

Obama machte für das angebliche Mordkomplott iranische Funktionäre „auf den höchsten Ebenen“ der Regierung verantwortlich. Hochrangige Regierungsvertreter hätten von den Plänen gewusst. Obama sagte am Donnerstag nicht, ob er davon ausgehe, dass auch der geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei oder Präsident Mahmud Ahmadinedschad eingeweiht waren.

Teheran bestreitet die Vorwürfe. Am Mittwoch hatte sich die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice mit Vertretern der iranischen Mission bei den Vereinten Nationen getroffen. Dies galt als ungewöhnlicher Schritt, da Washington und Teheran keine diplomatischen Beziehungen unterhalten.

Zugleich wies Obama am Donnerstag in Washington  wachsende Zweifel an der Darstellung der USA zurück.. Die Attentatsplanungen seien von „Individuen in der iranischen Regierung“ bezahlt und dirigiert worden. Die USA würden solche Vorwürfe nicht erheben, wenn sie nicht die notwendigen Beweise hätten.  

Zuvor waren sowohl in den USA als auch in anderen Staaten wachsende Zweifel laut geworden, dass der Iran hinter der angeblichen Verschwörung steht. Selbst US-Ermittler seien lange skeptisch gewesen, weil die Verschwörung so bizarr und ungewöhnlich schlecht organisiert erschienen sei, berichteten die „Washington Post“ und das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Beamte. Dass die iranische Führung verwickelt sei, basiere lediglich auf Schlussfolgerungen.  

Obama widersprach dieser Darstellung. Die Terrorpläne seien Teil eines „Musters des gefährlichen und ruchlosen Verhaltens der iranischen Regierung“, so der Präsident. Teheran werde zur Verantwortung gezogen, auch wenn die Spitze des Regimes vielleicht nicht in jedes operative Detail eingebunden gewesen sei. Seine Regierung nehme ausdrücklich keine Option für eine Reaktion vom Tisch, sagte Obama.  

Kommentare (9)

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Nora

14.10.2011, 08:07 Uhr

Obama....der verlogenste "Messias" den es jemals gegeben hat....
Wiederlich

JR10

14.10.2011, 08:59 Uhr

"Seine Regierung nehme ausdrücklich keine Option für eine Reaktion vom Tisch, sagte Obama."

Na dann. Ich setzte Lockheed Martin dann mal auf KAUFEN.
die Amis werden´s nie lernen.



Bimbo

14.10.2011, 09:01 Uhr

Ich wäre gerne mal dabei, wenn er in Anwesenheit seiner Frau zur (angeblichen) Tötung Bin Ladens befragt wird.

Gut, daß Schwarze nicht rot werden können.

Anmerkung für alle, die das Osama Bin Laden Märchen geglaubt haben: Bin Laden ist seit mehr als 10 Jahren tot.

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