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23.06.2011

17:22 Uhr

Verhandlungen mit Banken

Erste Gläubiger zeigen Gnade gegenüber Griechenland

Heute Abend richten sich die Augen erneut nach Brüssel: Auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs geht es um Griechenland. Es gilt, viele Probleme zu lösen. Immerhin gibt es erste positive Zeichen von den Gläubigern.

Griechenland kann auf Hilfe der privaten Gläubiger hoffen. Quelle: dpa

Griechenland kann auf Hilfe der privaten Gläubiger hoffen.

Athen/Brüssel/BerlinVon Feiertagsstimmung ist heute weder in Berlin noch in Frankfurt etwas zu spüren. Egal ob Politiker oder Banken – alle reden über Griechenland. Das gilt vor allem für den Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Allerdings sind hier nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel keine operativen Beschlüsse zu Griechenland-Hilfen zu erwarten. Man werde den Prozess, den die Finanzminister der Eurozone gestartet hätten und der „richtig und wichtig“ sei, bestätigen, sagte Merkel am Donnerstag in Brüssel. „Aber operative Beschlüsse kann es nicht geben. Denn erst einmal muss in Griechenland eine wichtige Abstimmung stattfinden“, sagte sie mit Blick auf die weiteren Parlamentsabstimmungen in Athen.

Der EU-Gipfel werde aber wichtige Entscheidungen für die dauerhafte Stabilisierung der Euro-Zone insgesamt fällen. Unter Bezug auf die geplanten dänischen Grenzkontrollen warnte Merkel, die freie Bewegung der Bürgerinnen und Bürger im Schengen-Raum sei ein „riesiges Gut, das nicht durch nationale Befindlichkeiten in Gefahr gebracht werden darf“.

Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen auf ihrem Gipfel ihre grundsätzliche Einwilligung für ein weiteres Hilfspaket geben, dessen Umfang bis zu 120 Milliarden Euro erreichen soll.

Währenddessen richten sich alle Augen auch auf die Finanzbranche. Und allem Anschein nach kann Griechenland im Kampf gegen die drohende Staatspleite auf ein Entgegenkommen privater Gläubiger hoffen. Die französisch-belgische Bankengruppe Dexia ist laut Medienberichten zu einem Zahlungsaufschub bereit, ebenso italienische Geldhäuser und die französische Credite Agricole.

Dexia ist Finanzkreisen zufolge generell zu einer Beteiligung an neuen Griechenland-Hilfen bereit. Das Institut habe signalisiert, einer freiwilligen Verlängerung der Laufzeit seiner griechischen Staatsanleihen zustimmen zu können, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das hätten Gespräche mit der belgischen Notenbank ergeben. Die Bank hält nach eigenen Angaben 5,4 Milliarden Euro Staatsanleihen des Euro-Landes. In die Verlängerung einbezogen werden sollen den Kreisen zufolge aber nur 4,2 Milliarden Euro. Dexia wollte sich nicht äußern, eine Stellungnahme der Notenbank gab es zunächst nicht.

Kommentare (1)

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rosaliusz

23.06.2011, 19:54 Uhr

Erst wurden Banken gerettet, dann bestimmte inustriellen Zweige gerettet, dann wurden Staaten gerettet - und jetzt.... DEMNÄCHST... rette sich wer es noch kann!

Ihr seid alle nur einfach eine riesige Lachnummer! Nichts WEITER! Merkel - die Kaiserin ohne Kleidung. Die Presse - als die ultimative Propagandamaschine der Regierungen.

Und ja - klar es wird alles super werden, aberrrr Ganzzzz ganzzzz SISCHERRRR. So wie die Rändä.

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