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16.04.2012

03:01 Uhr

Verhandlungen mit Iran

„Ab nun tickt die Uhr“ für den Iran

US-Präsident Barack Obama wehrt sich gegen die Kritik, zu sachte mit Iran umzugehen. In den Verhandlungen seien „keine Zugeständnisse“ gemacht worden. Dem Iran drohte er mit weiteren Sanktionen.

US-Präsident Obama bei der Abschluss-Pressekonferenz des Amerika-Gipfels. Reuters

US-Präsident Obama bei der Abschluss-Pressekonferenz des Amerika-Gipfels.

CartagenaNach israelischer Kritik an den internationalen Atomgesprächen mit dem Iran ist US-Präsident Barack Obama dem Eindruck entgegengetreten, mit Teheran werde zu nachsichtig umgegangen.

Bei den Gesprächen der sogenannte 5+1-Gruppe, die aus den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat sowie Deutschland besteht, und Vertretern Teherans in Istanbul seien „keine Zugeständnisse“ gemacht worden, sagte Obama nach dem Ende des Amerika-Gipfels im kolumbianischen Cartagena.

„Wir werden sehen, ob wir Fortschritte machen“, sagte Obama bei einer Pressekonferenz anlässlich des Amerika-Gipfels in Kolumbien. „Aber nun tickt die Uhr.“ Er habe dem Iran und den Verhandlungspartnern klar gemacht, dass die Gespräche sich nicht unendlich hinziehen könnten.

Kommentar: Amerikas Obsession mit der Regionalmacht Iran

Kommentar

Amerikas Obsession mit der Regionalmacht Iran

Obama will die Situation im Atomkonflikt mit dem Iran so lange stabilisieren, bis er die nächste Amtsperiode erreicht hat.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte die internationalen Atomverhandlungen mit dem Iran zuvor kritisiert. Durch die Gespräche vom Wochenende und ihre geplante Fortsetzung Ende Mai habe der Iran zusätzlich Zeit gewonnen: „Mein erster Eindruck ist, dass dem Iran ein Geschenk gemacht wurde“, erklärte Netanjahu am Sonntag.

Vertreter der internationalen Gemeinschaft und Teherans hatten die ersten Atomgespräche seit mehr als einem Jahr im türkischen Istanbul verhalten positiv bewertet. Konkrete Ergebnisse gab es nicht. Beide Seiten einigten sich aber auf die Fortsetzung der Gespräche am 23. Mai in der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Mehrere westliche Länder verdächtigen Teheran, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran bestreitet dies und pocht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Zuletzt hatte sich der Konflikt weiter zugespitzt: Israel, das sich durch einen atomar bewaffneten Iran in seiner Existenz bedroht sieht, zieht einen Militärangriff gegen die iranischen Atomanlagen in Erwägung.

Kommentare (12)

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16.04.2012, 07:01 Uhr

Wann werden denn die israelischen Atomanlagen inspiziert? Israel hat definitiv die Atombombe. Und Israel schreckt eigenen Aussagen vor einem Erstschlag nicht zurück!!!!

Beim Iran ist das so wahrscheinlich wie die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak!

Wahrheit

16.04.2012, 07:37 Uhr

Angst ist schlimmer als Beschwichtigungspolitik!!
Die Mullahs wollten als einer Atommacht mit der Welt Dialoge führen. Jetzt tun sie es und dominieren alles. Dies war schon längst die Wille der Führung im Iran, und gewinnt sie es nun geschenkt. Hierfür gibt es keine politische Lösung. Jeder ernsthafte und verantwortliche Politiker soll es endlich wissen, dass gerade für die Vermeidung eines Kriegs das System im Iran geändert werden soll. Es ist jetzt leicht zu begreifen, dass die Mullahs nie auf Atomare Rüstung verzichten werden. Es geht um Existenzfrage für die Mullahs. Aber iranische Bevölkerung will nicht mehr die Mullahs haben, ob Herr Obama es möchte oder nicht.

Account gelöscht!

16.04.2012, 08:47 Uhr

Es ist die gleiche Machart der USA und deren Verbündeter, zuerst ein souveränes Land provozieren, um es anschließend mit Lügen zu Bombardieren, und am Ende einzumarschieren, und nach den nicht oder noch nicht fertigen Atomwaffen zu suchen, wie geschehen im Iran. Und ganz zum Schluss, ein unstabiles Land zu hinterlassen, dies ist die Strategie der USA.
Die USA sind für mich, die größten Aggressoren auf der ganzen Welt.
Danke

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