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10.06.2011

12:30 Uhr

Verhandlungsende in Sicht

Kroatien kommt dem EU-Beitritt näher

Nach jahrelangen Verhandlungen ist der Weg für den Beitritt Kroatiens in die Europäische Union so gut wie frei. Die EU-Kommission schlug vor, die letzten noch ausstehenden vier Verhandlungskapitel zu schließen.

Kroatiens Premierministerin Jadranka Kosor und EU-Kommissions-Chef Manuel Barosso sind sich so gut wie einig. Quelle: Reuters

Kroatiens Premierministerin Jadranka Kosor und EU-Kommissions-Chef Manuel Barosso sind sich so gut wie einig.

BrüsselKroatien ist auf dem Weg in die Europäische Union einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die EU-Kommission empfahl am Freitag in Brüssel, die Beitrittsverhandlungen nach sechsjähriger Dauer abzuschließen. „Dies bereitet den Weg, um Kroatien am 1. Juli 2013 zum 28. Mitgliedstaat der EU zu machen, sofern die Regierungen der Mitgliedstaaten zustimmen“, heißt es in einer Erklärung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vom Freitag. Die Verhandlungen mit Kroatien hatten 2005 begonnen.

Von insgesamt 35 Verhandlungsbereichen könnten nun auch die letzten vier als abgeschlossen bezeichnet werden, erklärte Barroso.  

Der Kommissions-Chef beglückwünschte die Regierung des Landes zu ihrer „harten Arbeit während der vergangenen Jahre“ und lobte auch die Bevölkerung Kroatiens für die Reformen auf dem Weg zur EU. Die Kommission sei überzeugt, dass alle Voraussetzungen für einen EU-Beitritt erfüllt seien.

„Dieser wichtige Schritt Kroatiens hin zur Mitgliedschaft ist auch ein Zeichen für die anderen südosteuropäischen Länder“, heißt es in Barrosos Erklärung. Es zeige, dass die EU-Erweiterung funktioniere und dass Strukturreformen belohnt würden.

Kroatien ist mit seinen 4,4 Millionen Einwohnern nach Slowenien die zweite ehemalige jugoslawische Republik, die Aufnahme in der EU findet. Auch die anderen Balkanstaaten Serbien, Mazedonien, Montenegro, Bosnien, Albanien und Kosovo streben den Beitritt an.

Die EU verhandelt außerdem schon seit 2005 mit der Türkei und seit 2010 mit Island darüber. Eine große Hürde für die südosteuropäischen Staaten ist die weit verbreitete organisierte Kriminalität und Korruption. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen der Aufnahme Kroatiens noch einmütig zustimmen.

Kommentare (2)

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Stargazer2000

10.06.2011, 15:19 Uhr

Herrlich! Die Mehrheit der kroatischen Bevölkerung möchte nicht der EU beitreten, aber die Politiker boxen es gegen den Willen Ihrer Bürger durch.

Und die EU bekommt noch einen Nettobeitragsempfänger und Rettungskandidaten mehr!

Angesichts immenser bestehender und nahezu unlösbarer Probleme wuchert die EU immer weiter aus.

Der Michel wird das bezahlen, wer Michel hat soviel Geld ....

Rainer_J

10.06.2011, 20:44 Uhr

Das ist doch alles nur noch eine Farce! Ne, echt jetzt...wie wäre es mit einem Land wie Norwegen oder Schweiz, das Deutschland zur Abwechslung mal nicht buttern muß!

Wieso beteiligen sich eigentlich Länder wie Norwegen oder Schweiz nicht an dem illegalen Rettungsschirm für die PIGS? Deren Nichtmitgliedschaft ist doch kein Hindernis.
Öffentlich wird in Brüssel von EU-Idee geschwafelt, aber es geht nur um Geld. Die Verbrecher der EUdSSR klauen jährlich mehrere Milliarden deutsches Steuergeld! Die schlimmste Mafia weit und breit!

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