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18.07.2013

19:23 Uhr

Vermittlung gefragt

Muslimbrüder wollen EU einschalten

Die Regierungskrise in Ägypten scheint unlösbar: Die Muslimbruderschaft will nun die Europäische Union als Vermittler einschalten. Die Bruderschaft gibt sich zu Verhandlungen über alle politischen Themen bereit.

Mitglieder der Muslimbruderschaft. Der EU-Gesandte Bernardino Leon meint, die Bereitschaft beider Seiten für Gespräche liege noch weit auseinander. Es sei zu früh, um über Initiativen zu reden. dpa

Mitglieder der Muslimbruderschaft. Der EU-Gesandte Bernardino Leon meint, die Bereitschaft beider Seiten für Gespräche liege noch weit auseinander. Es sei zu früh, um über Initiativen zu reden.

KairoDie Muslimbruderschaft will die Europäische Union (EU) als Vermittler einschalten, um die Regierungskrise in Ägypten nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi zu lösen. Er habe dem EU-Gesandten Bernardino Leon einen Rahmen für einen Dialog vorgeschlagen, sagte Gehad el-Haddad, der die Muslimbruderschaft bereits in früheren Verhandlungen vertreten hatte, Reuters am Donnerstag. Es sei allerdings noch unklar, wer die Gegenseite repräsentieren werde - das Militär, das Mursi abgesetzt hatte, oder Politiker. Die Muslimbruderschaft sei zu Verhandlungen über alle politischen Themen bereit einschließlich von Wahlen, um Mursi als gewählten Präsidenten zu ersetzen. Die Bewegung beharre jedoch darauf, dass zunächst der "Putsch" gegen Mursi rückgängig gemacht werde.

Leon bestätigte, dass er die Dienste der EU zur Lösung der Krise vor dem Besuch der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Mittwoch angeboten habe. Die EU als Vermittler zu bezeichnen, wäre übertrieben. Er glaube jedoch, dass die Bereitschaft beider Seiten für Gespräche zunehme - auch wenn sie immer noch weit auseinander lägen. "Es ist zu früh, um über Initiativen zu reden", sagte der Spanier Reuters. "Wir glauben, dass dies ein ägyptischer Dialog sein sollte, ohne ausländische Akteure." Bisher habe er lediglich Möglichkeiten ausgelotet, um zu sehen, wie groß der Spielraum zur Eröffnung von Gesprächen sei. Direkte Gesprächsangebote der Übergangsregierung hatte die Muslimbruderschaft bisher als Propaganda abgelehnt.

Ashton hatte während ihres Besuchs mehrere hochrangige Mitglieder der Muslimbruderschaft sowie der Übergangsregierung getroffen. Ein US-Gesandter war dagegen wenige Tage zuvor abgereist, ohne mit Vertretern der Muslimbruderschaft zusammenzukommen. Von der Vertretung der Gegner Mursis war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Seit dem Sturz Mursis sind bei Zusammenstößen zwischen den unterschiedlichen Parteien und den Sicherheitskräften in Ägypten mindestens 99 Menschen getötet worden.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Tabu

18.07.2013, 20:26 Uhr

Muslimbrüder wollen EU einschalten
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Fragt Amerika-Brasilien-Neuseeland-Kanada-die Türken.
Aber laßt Europa in Ruhe.
Wir wollen auch keine Muselbrüder.


Account gelöscht!

18.07.2013, 21:26 Uhr

Ich finde Europa sollte sich fuer die Blues Brothers, anstatt Muslim Brothers einsetzen.Das macht deutlich mehr Sinn.

Account gelöscht!

18.07.2013, 21:31 Uhr

Richtig, - und auch keine Geld geben !

Denn das ist (wie immer) der Hintergrund und Motivation dahinter !

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