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30.05.2012

10:37 Uhr

Verschwörungstheoretiker

Donald Trump kann es nicht lassen

VonNils Rüdel

Der konservative Immobilienmogul Donald Trump ist ein wertvoller Verbündeter für Mitt Romney im Kampf ums Weiße Haus. Doch seine penetranten Verschwörungstheorien gefährden nun zunehmend den Wahlkampf.

Mitt Romney (links) mit Donald Trump. dapd

Mitt Romney (links) mit Donald Trump.

WashingtonEr ist reich, hat eine lustige Frisur und ist immer für einen knackigen Spruch zu haben. Donald Trump, Immobilienmogul und populäre TV-Persönlichkeit, ist aber vor allem auch dies: Ein glühender Anhänger der Republikaner, und zwar von der ultrakonservativen Sorte. Ein wertvolles Schlachtross also für die Partei im Kampf um die Rückeroberung des Weißen Hauses. Alle Präsidentschaftskandidaten hatten um die Gunst von „The Donald“ gebuhlt – Mitt Romney hat sie bekommen.

Und das sollte den wahlkämpfenden Romney, der am Dienstagabend die Vorwahl in Texas gewonnen und nun alle Stimmen für die Nominierung zusammen hat, eigentlich freuen. Wäre da nicht diese lästige Eigenschaft von Trump: Er ist eigensinnig und unberechenbar. Eine lose Kanone an Deck. Und er ruinierte Romney fast den glorreichen Dienstag.

Denn Stunden bevor der Kandidat seinen Fürsprecher in Las Vegas zu einem Spendendinner treffen wollte, hatte Trump vor einem Millionenpublikum wieder einmal seine unverwüstliche Verschwörungstheorie hervorgekramt: Barack Obama sei gar nicht in Amerika geboren und deshalb illegal Präsident geworden, was das Weiße Haus zu verschleiern versuche. „Eine Menge Leute glauben nicht, dass die Geburtsurkunde echt ist“, sagte Trump bei CNN. Bereits in den vergangenen Tagen hatte er den Satz in gleich in mehreren Interviews wiederholt.

Für Romney, der als moderat gilt und die entscheidenden Wechselwähler für sich gewinnen will, ist Trumps Griff in die Mottenkiste nicht gerade willkommen. Erst recht nicht an diesem Dienstag und erst recht nicht in Nevada, wo Las Vegas liegt, einem Wechselwählerstaat.

Trump ist Wortführer der so genannten „Birther“, die behaupten, Obama sei ein Ausländer (oder gar ein Muslim). Das Thema allerdings ist ein alter Hut, die Amerikaner sind laut Umfragen davon genervt. Obamas Geburtsurkunde ist im Internet einzusehen, und erst kürzlich bestätigte der Bundesstaat Hawaii erneut, dass der Präsident dort auf die Welt kam.

Kommentare (10)

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AynRand

30.05.2012, 11:19 Uhr

Obamas Verleger hat in seinen Autorenbiographien von 1991 bis 2007 stehen gehabt, dass er Kenia geboren wurde. Innerhalb dieser Zeit gab es mehrere Überarbeitungen, aber Kenia als Geburtsland war immer noch angegeben.
Seine Frau hat während eines Vortrags von Kenia als seinem Geburtsland gesprochen - ein Versprecher?
Seine Großmutter hat Mombasa als Geburtsort angegeben - ein Übersetzungsfehler?
Seine long form Geburtsurkunde wurde als digitale Datei veröffentlicht und jeder Adobe Photoshop Amateur wird es innerhalb von 30 Sekunden als Fälschung diagnostizieren.
In Kenia fehlen die Geburtsurkunden der fraglichen Zeit - herausgerissen.
Seine Mutter war für die CIA tätig, seine Großeltern ebenfalls.
Er arbeitete nach der Uni für eine CIA Firma.
Alles Hirngespinnste? Oder ist es nicht so, dass man jemanden besser kontrollieren kann wenn man ihn erpressen kann?

Account gelöscht!

30.05.2012, 11:40 Uhr

gibt es Beweise für ihre Aussagen (Google, etc.)? Ich bitte um SERIÖSE Quellen, Danke!

Account gelöscht!

30.05.2012, 11:44 Uhr

Danke, das wollte ich gerade auch schreiben! Bitte um _reputable_ Quellen!

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