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19.06.2015

03:30 Uhr

Verstrickung in Ukraine-Krise

Sanktionen gegen russische Privatpersonen fast wirkungslos

Eine Recherche der europäischen Zeitungsallianz LENA zeigt, dass die Sanktionen der EU gegen russische Privatpersonen oft wirkungslos sind. Im manchen Ländern beträgt die Summe gesperrter Ressourcen gerade mal 200 Euro.

Sanktionen der EU gegen russische Privatpersonen sind Medienrecherchen zufolge fast wirkungslos. ap

Vladimir Putin

Sanktionen der EU gegen russische Privatpersonen sind Medienrecherchen zufolge fast wirkungslos.

BerlinDie wegen der Verstrickung Moskaus in die Ukraine-Krise verhängten Sanktionen der EU gegen russische Privatpersonen sind nach Medienrecherchen fast wirkungslos. In mindestens neun der 28 EU-Mitgliedstaaten seien keine Vermögenswerte von Individuen, Unternehmen und Organisationen auf der EU-Sanktionsliste eingefroren oder beschlagnahmt worden, berichtet die „Welt“ (Freitag). Grundlage ist eine Recherche der europäischen Zeitungsallianz LENA, zu der neben der „Welt“ noch „El País“, „La Repubblica“, „Le Figaro“, „Le Soir“ sowie „Tages-Anzeiger“ und „Tribune de Genève“ gehören.

So teilten Spanien, Malta, Finnland, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Irland und Litauen auf Anfrage der Blätter mit, dass keinerlei Meldungen vorlägen. Auch in den meisten anderen Ländern mit Ausnahme Italiens seien die beschlagnahmten oder gesperrten Beträge sehr gering. In Schweden etwa betrage die Summe gesperrter Ressourcen gerade 200 Euro. Auf Zypern, das als unter Russen besonders beliebter Ort in der EU gilt, sind es weniger als 120.000 Euro, wie das dortige Außenministerium mitteilte.

In Deutschland wurden demnach 124.346 Euro eingefroren. Auch zwei Rennpferde des Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, seien betroffen - sie dürfen weder bei Wettrennen Preise gewinnen noch verkauft werden.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Walter Gerhartz

19.06.2015, 10:45 Uhr

Ein Desaster: Russland-Sanktionen gefährden zwei Millionen Jobs in Europa
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Die von der EU verfügten Sanktionen gegen Russland sind für Europa verheerend: Zwei Millionen Job sind akut gefährdet. Der Schaden beträgt 100 Milliarden Euro. Am schlimmsten trifft es Deutschland: Die Sanktionen könnten bis zu einer halben Million Arbeitsplätze vernichten.
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Die Politik der EU und von uns Kanzlerin Angela Merkel und ihrer großen Koalition gefährdet demnach in Deutschland unmittelbar 175.000 Arbeitsplätze, wenn die Sanktionen fortgesetzt werden sind weitere 290.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Unterm Strich ist daher damit zu rechnen, dass eine halbe Million Menschen wegen der Sanktionen gegen Russland ihre Arbeit verlieren. Insgesamt ergibt die Studie einen Verlust von 2,4 Millionen Arbeitsplätzen für ganz Europa, also die EU und die Schweiz.

Herr Walter Gerhartz

19.06.2015, 10:51 Uhr

So kann es gehen wenn man „Fremde Interessen vertritt“
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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/05/obama-vize-blamiert-merkel-usa-haben-eu-zu-sanktionen-gegen-russland-gezwungen/
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https://www.youtube.com/watch?v=BZlhfmgagBg

Herr Walter Gerhartz

19.06.2015, 11:01 Uhr

Jetzt wäre es doch mal an der Zeit eine Bilanz zu ziehen.
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Der Versuch die Ukraine ohne Rußland mit einer "Entweder-Oder" Strategie an Europa zu binden ist desaströß gescheitert. Die EU kann und konnte bisher nicht mal ihre eigenen Probleme lösen. Mit der Ukraine hat sie ein weiteres Problem zumindest mit verursacht.
Bilanz:
- Beziehungen mit Rußland ruiniert
- Ukraine steht im Krieg
- EU Schuldenkrise dauert derweil an
- Sanktionen schaden der EU wohl mehr als Rußland
- Ukraine ist anscheinend nicht der "demokratische Leuchturm" für den dieser
Konflikt gerechtfertigt wäre.
- Osteuropäische Länder fühlen sich bedroht
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Mehrwert ??......Ich hoffe, Merkels CDU/SPD muss Schadensersatz leisten !!!!

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