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03.05.2017

12:48 Uhr

Versuchter Umsturz

Nordkorea nimmt US-Bürger fest

Nordkorea hat einen US-Amerikaner wegen „krimineller feindseliger Handlungen“ verhaftet. Er habe die nordkoreanische Volksrepublik stürzen wollen. Für das angespannte Verhältnis bedeutet die Festnahme weiteren Zündstoff.

Der festgenommene Amerikaner lehrte an der Universität für Wissenschaft und Technologie. AP

Nordkorea

Der festgenommene Amerikaner lehrte an der Universität für Wissenschaft und Technologie.

PjöngjangNordkorea hat die Festnahme eines weiteren US-Bürgers wegen angeblicher Umsturzversuche bestätigt. Der Amerikaner Kim Sang Dok sei dabei gefasst worden, „kriminelle feindselige Handlungen“ zu begehen, um die Volksrepublik zu stürzen, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch. Er sei am 22. April am Flughafen von Pjöngjang festgenommen worden, nachdem er an der dortigen Universität für Wissenschaft und Technologie gelehrt habe. Was genau gegen Kim vorliegt, war zunächst unklar.

Südkoreanische Medien hatten am 23. April über die Festnahme des Amerikaners koreanischer Abstimmung in Nordkorea berichtet. Der Name war zunächst nicht bekanntgeworden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen ehemaligen Dozenten der chinesischen Yanbian-Universität für Wissenschaft und Technologie. Er sei Ende 50.

Trump, Nordkorea und Raketen – eine Chronik

28. Januar

Experten berichten, dass Nordkorea den umstrittenen Atomreaktor in Yongbyon wieder in Betrieb genommen habe.

Quelle: dpa

12. Februar

Pjöngjang testet eine ballistische Mittel-Langstreckenrakete. Bei Tausenden Kilometern Reichweite könnte sie einen Atomsprengkopf transportieren. Zur gleichen Zeit besucht der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Trump in Washington.

1. März

Die USA und Südkorea beginnen ihre jährlichen gemeinsamen Militärübungen, die bis zum 30. April dauern sollen.

6. März

Nordkorea feuert vier ballistische Raketen ab – drei davon seien erst in der 200-Seemeilen-Zone vor Japan ins Meer gestürzt, heißt es aus Tokio. Nach Angaben nordkoreanischer Staatsmedien richtet sich die Übung gegen US-Stützpunkte in Japan.

7. März

Die US-Streitkräfte teilen mit, dass mit der umstrittenen Stationierung eines neuen Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen worden sei. Die ersten Elemente des Systems seien eingetroffen.

16.-19. März

Auf seiner Reise nach Japan, Südkorea und China erklärt US-Außenminister Rex Tillerson die bisherige „Politik der strategischen Geduld“ gegenüber Pjöngjang als gescheitert. Zwar sagt er, das Land müsse sich vor den USA „nicht fürchten“, schließt aber ein militärisches Vorgehen prinzipiell nicht aus. Die USA wollten in dem Konflikt enger mit China zusammenarbeiten.

22. März

Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilt mit, dass dem nördlichen Nachbarn offensichtlich ein neuerlicher Raketentest misslungen sei. Nach Angaben von US-Medien scheint die Rakete „innerhalb von Sekunden nach dem Start explodiert zu sein“.

2. April

Trump kündigt in einem Interview der „Financial Times“ an, Nordkoreas Atomwaffenprogramm notfalls im Alleingang zu stoppen.

6. April

Beim Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in den USA erklären beide Seiten, dass das nordkoreanische Atomprogramm ein „ernstes Stadium“ erreicht habe.

10. April

China und Südkorea kündigen bei weiteren Raketen- und Atomtests Nordkoreas neue Sanktionen an. Gleichzeitig droht Pjöngjang den USA wegen der Entsendung von Kriegsschiffen mit „härtesten Gegenmaßnahmen“. Die Volksrepublik sei für jede Art von Krieg bereit.

11. Aprl

Trump fordert China auf, seinen Einfluss auf Nordkorea geltend zu machen. „Andernfalls lösen wir das Problem ohne sie.“ Tags darauf lobt er China dafür, Schiffe mit Kohlelieferungen aus Nordkorea zurückgeschickt zu haben. Dies sei ein „großer Schritt“.

16. April

Von Entspannung keine Spur: Kurz vor der Ankunft von US-Vizepräsident Pence in Südkorea schießt Pjöngjang eine Rakete in den Himmel. Da sich Kim Jong-un von Drohungen unbeeindruckt zeigt, ist ein amerikanischer Schlag gegen Nordkoreas Atomanlagen nicht mehr undenkbar.

20. April

Die Anspannung zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten spitzt erneut sich zu. Während US-Außenminister Rex Tillerson gegen das Atom- und Raketenprogramm vorgehen will, spricht Nordkorea eine letzte Warnung aus und demonstriert in einer Videosimulation anlässlich der Geburtstagsfeier des Staatsgründers Kim Il-sung die Vernichtung der USA durch nordkoreanische Atombomben.
Kurz nach den Kriegsdrohungen ist in Pjöngjang ein US-Bürger in Gewahrsam genommen worden.

Mindestens zwei Amerikaner verbüßen derzeit in dem wegen seines Programms zur Entwicklung von Atomraketen international isolierten Land eine Haftstrafe. Der Fall Kim Sang Dok sorgt für neue Probleme in den angespannten Beziehungen zwischen Pjöngjang und Washington. US-Präsident Donald Trump drohte mehrfach mit Alleingängen in dem Konflikt und schloss auch einen Militärschlag nicht aus.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Old Harold

03.05.2017, 14:00 Uhr

...und Peking, auf dem Himmlischen Platz des Friedens, ist ein Fahrrad umgefallen.

Wen juckt`s ?

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