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03.09.2013

15:42 Uhr

Verteidigungsministerium

Israel unternimmt Raketentest im Mittelmeer

Der Beginn eines US-Schlags gegen Syrien? Oder nur der Start von Wetterraketen? Russische Berichte über das Abfeuern von Raketen im Mittelmeer lösen Alarm aus. Nun stellt Israel klar: Es war ein Manöver.

Israel hat im Mittelmeer einen Raketentest vorgenommen. ap

Israel hat im Mittelmeer einen Raketentest vorgenommen.

Tel Aviv/Moskau Bei dem mysteriösen Raketenstart im Mittelmeer handelt es sich um einen Test des israelischen Militärs. Eine Sprecherin des israelischen Verteidigungsministeriums in Tel Aviv bestätigte am Dienstag, im Rahmen des Versuchs sei eine Rakete vom Typ Anchor als Ziel für einen Abschuss abgefeuert worden. Zu einem von Russland georteten zweiten Raketenstart machte sie keine Angaben. Israel habe bei dem Test mit den USA zusammengearbeitet. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zuvor mitgeteilt, aus dem Zentrum des Mittelmeeres seien zwei ballistische Raketen Richtung Osten gestartet worden.

Der Vize-Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, reagierte mit scharfer Kritik auf den Abschuss. „Der us-israelische Raketentest im Mittelmeer ist eine unglaubliche Provokation“, sagte van Aken Handelsblatt Online. US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanjahu müssten „sofort aufhören zu zündeln“. Allen müsse klar sein, dass die Nerven im Nahen Osten derzeit „bis zum Zerreißen gespannt“ seien. „Da kann schon ein solcher Raketentest eine tödliche Eskalation auslösen“, warnte van Aken und fügte hinzu: „Finger weg vom Abzug.“

Besorgt reagierten die Grünen. „Der Vorgang zeigt, dass die militärischen Vorbereitungen für einen Kampfeinsatz der amerikanischen Truppen weitergehen“, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katja Keul, Handelsblatt Online. Die Einbeziehung des Kongresses in die Entscheidung Obamas für einen Militärschlag gegen Syrien habe „die Gefahr einer Ausweitung des Krieges noch nicht gebannt“.

Das Abfeuern sei um 8.16 Uhr MESZ von einer Radarstation in der russischen Stadt Armawir rund 1200 Kilometer südlich von Moskau registriert worden. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin über zwei Raketenstarts informiert.

Die nächsten wichtigen Termine in der Syrien-Krise

Mittwoch, 11. September

12. Jahrestag der Terroranschläge in den USA.

Dienstag, 17. September

Auftakt der 68. Session der UN-Vollversammlung. Etwa zu dieser Zeit will auch das Expertenteam, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersucht, seinen Bericht vorlegen.

Sonntag, 22. September

Bundestagswahl in Deutschland.

Dienstag, 24. September

Beginn der diesjährigen Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Rede von US-Präsident Obama.

Die Objekte seien ins Meer gefallen, hieß es in Moskau. Namentlich nicht genannte russische Experten mutmaßten zunächst, es habe sich um Wetterraketen gehandelt.

Vor der Mitteilung des israelischen Militärs hatten sowohl die USA als auch andere Nato-Staaten mitgeteilt, an keinem Raketenstart beteiligt gewesen zu sein. Die USA erwägen einen Militärschlag gegen das syrische Regime wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas. Syrien habe keinen Einschlag registriert, berichtete der Fernsehsender Al-Manar der Schiitenbewegung Hisbollah.

Ballistische Waffen werden in einer steilen Flugkurve abgefeuert. Sie werden im Gegensatz zu Marschflugkörpern nur in der Startphase angetrieben. Bei längerer Reichweite verfügen ballistische Raketen über ein eigenes Steuerungssystem.

Kommentare (4)

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cash

03.09.2013, 12:29 Uhr

Wenn die Kurse hoch unter runter gehen freut sich auch dass Privatdepot des einen oder anderen Politikers!!!!

Hagbard_Celine

03.09.2013, 12:41 Uhr

Das war ein Test der generischen Zielerfassung durch US Militär, anders ist die Tasache nicht zu erklären das Russland den Start mitbekommt aber die Nato nicht.

Uncle Sam wetzt sein Schlachtermesser...

cash

03.09.2013, 12:59 Uhr

@Hagbard_Celine

Petze

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