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13.03.2012

12:36 Uhr

Vertrauenskrise

OECD greift Ungarns Politik an

Inmitten der Finanzkrise teilt die OECD gegen Ungarn aus und beschwert sich über deren Innenpolitik. Auch beim EU-Finanzministertreffen ist das ungarische Haushaltsdefizit Thema.

Ungarns Premier Viktor Orbán. Reuters

Ungarns Premier Viktor Orbán.

BudapestInmitten der prekären Finanzlage seines Landes hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Politik von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán scharf kritisiert. Die weltweite Konjunkturschwäche und die Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten die „bereits angeschlagene und hoch verschuldete“ Wirtschaft des Landes in eine Rezession getrieben, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Analyse. Allerdings habe auch die „umstrittene Innenpolitik“ Orbáns dazu beigetragen, die das Vertrauen von Verbrauchern, Geschäftsleuten und der Märkte verletzt habe.

Um für Wirtschaftswachstum und steigende Einkommen sorgen zu können, seien aber glaubwürdige und berechenbare innenpolitische Maßnahmen nötig, erklärte die OECD. Sie mahnte Ungarn unter anderem zu „glaubhaften“ Anstrengungen zur Senkung des Haushaltsdefizits sowie zu Arbeitsmarktreformen.

 Das ungarische Haushaltsdefizit ist am Dienstag auch Thema beim Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Die EU-Kommission will das osteuropäische Land mit dem Stopp von Hilfszahlungen in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro bestrafen.

Von

afp

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

13.03.2012, 12:54 Uhr

Ah, und in wie weit hat diese eher im Ausland "umstrittene Innenpolitik" die wirtschaftliche Lage verschärft? Generalstreik, Konsumverweigerung der Ungarn?

paul

13.03.2012, 13:35 Uhr

...da hilft es ganz einfach mit ungarischen Familien zu leben, dann können Sie die unsinnigen Aktionen der "umstrittenen Innenpoltik" hautnah und gnadenlos erleben. Es gibt nur noch eine "Sippe" deren Aussichten gut sind, die Menge hat Angst Meinungen öffentlich zu äußern und versinkt in Armut und Hoffnungslosigkeit in allen Bereichen. Dies ist leider Fakt.

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