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22.06.2013

00:33 Uhr

Verwaltungsreform

Spanien will knapp 38 Milliarden sparen

Spanien geht auf Sparkurs: Bis 2015 will das Euro-Krisenland durch Reformen 37,7 Milliarden Euro einsparen. Betroffen von den Streichungen sind öffentliche Einrichtungen. Gewerkschaftsverbände reagierten mit Kritik.

Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates fast 38 Milliarden einsparen. dpa

Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates fast 38 Milliarden einsparen.

MadridDas Euro-Krisenland Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates 37,7 Milliarden Euro einsparen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy präsentierte am Freitag in Madrid ein Paket mit mehr als 200 Maßnahmen.

Vorgesehen ist unter anderem die Abschaffung der regionalen Rechnungshöfe, Ombudsmänner und Datenschutzbehörden. Insgesamt sollen 90 öffentliche Einrichtungen gestrichen werden.

Allein die Hälfte der vorgesehenen Einsparungen werde man durch Senkung der Personalkosten erzielen, erklärte die stellvertretende Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría. Sie sprach von einer „titanischen Aufgabe“.

Die Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT kritisierten, die Regierung wolle die Dienstleistungen reduzieren und zentralisieren. Die Vereinigung der selbstständigen Arbeiter (ATA) lobte aber die Pläne und zeigte sich davon überzeugt, die Reformen würden zur Verringerung der bürokratischen Hürden, der Kosten und der Säumigkeit beitragen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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22.06.2013, 01:53 Uhr

Europa schafft sich ab! Willkommen in der NWO!

Rechner

22.06.2013, 02:12 Uhr

O-Ton Rajoy
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Das Euro-Krisenland Spanien will bis 2015 durch die Reform des aufgeblähten öffentlichen Verwaltungsapparates 37,7 Milliarden Euro einsparen. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy präsentierte am Freitag in Madrid ein Paket mit mehr als 200 Maßnahmen.
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Ein mutiger Schritt, der natürlich die Profiteure des Systems ClubMed auf die Barrikaden bringt.

Allerdings sind 19 Mrd Einsparungen pro Jahr bei einem Haushaltsedfizit daß vier Jahre hintereinander über 100 Mrd lag nicht genug.

Die Sozialleistungen waren 2012 mit 197 Mrd der größte Einzelposten des Haushalts. Die Ausgaben für Sozialleistungen sind seit 2001 um 105,5% angestiegen und verschlingen inzwischen 40% der Staatsausgaben.

Ohne enpfindliche Kürzungen bei den Sozialleistungen wird eine Sanierung des spanischen Haushalts nicht gelingen.

Die Maßnahmen die für dieses Jahr bereits beschlossen sind und dieses neue Sparpaket können das Defizit für nächstes Jahr vielleicht auf 60 Milliarden drücken. Das wären aber immer noch knapp 6% BSP.

Und das ist zuviel.

Immerhin könnte es angesichts des anziehenden Exports auch zu Verbesserungen auf der Einnahmeseite kommen.

Ludwig500

22.06.2013, 04:29 Uhr

38 Milliarden einsparen. Das ist ja prima. Dann kann Spanien ja direkt wieder frische Milliarden an Hilfe aus den EU-Töpfen fordern. Davon, dass Vermögende, die starken Schultern, auch mal herangezogen werden, liest man mal wieder nichts. Wäre ja auch blöd, wenn die Profiteure ihr Geld von einer in die andere Tasche wechseln. Da opfert man lieber den Datenschutz, Hauptsache die Investments sind sicher.


Mannoman, der Euro, besser das ganze Wirtschaftssystem, ist sowas von am Ende. Wird wohl in die Geschichte eingehen, als das am längsten weitergerittene tote Pferd.

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