Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.05.2017

17:47 Uhr

Via Twitter

Trump weist Berichte über Russland-Kanal zurück

Donald Trump hat Berichte, nach denen sein Schwiegersohn Jared Kushner einen geheimen Kommunikationskanal zu Russland aufbauen wollte, als falsch bezeichnet. Die „Washington Post“ beruft sich auf US-Regierungsmitarbeiter.

Berichten der Washington Post und der Nachrichtenagentur AP zufolge soll Trumps Schwiegersohn einen geheimen Kommunikationskanal mit Russland geplant haben. AFP

Jared Kushner

Berichten der Washington Post und der Nachrichtenagentur AP zufolge soll Trumps Schwiegersohn einen geheimen Kommunikationskanal mit Russland geplant haben.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat Berichte als „fabrizierte Lügen“ zurückgewiesen, nach denen sein Schwiegersohn Jared Kushner einen geheimen Kommunikationskanal mit Russland plante. Nach der Rückkehr von seiner ersten Auslandsreise twitterte Trump am Sonntag: „Es ist meine Meinung, dass viele Leaks, die aus dem Weißen Haus kommen, fabrizierte Lügen sind.“ Er fügte hinzu: „Wenn immer Sie die Worte „Kreise sagen“ in den Fake-News-Medien sehen, und sie keine Namen nennen ... ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Quellen nicht existieren, sondern von Fake-News-Schreibern erfunden werden.“

Donald Trumps Schwiegersohn: Jared Kushner, der Ikarus im Weißen Haus

Donald Trumps Schwiegersohn

Jared Kushner, der Ikarus im Weißen Haus

Dem politischen Emporkömmling, Schwiegersohn und Sonderberater von Trump könnte ein jäher Absturz drohen.

Gewährsleute hatten der „Washington Post“ und der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass Kushner im Dezember die Einrichtung eines geheimen Kommunikationskanals mit dem Kreml vorgeschlagen hatte. Kushner sprach demnach während eines Treffens mit dem russischen Botschafter im Dezember über das Thema. Ziel sei gewesen, dass der angestrebte geheime Kanal zwischen dem Kreml und dem Übergangsteam des bereits gewählten, aber noch nicht vereidigten Präsidenten Trump sensible Diskussionen erleichtern würde, um die Optionen der neuen Regierung mit Blick auf ihre Syrien-Politik auszuloten.

Skandale und Misserfolge der Ära Trump

Krise im Weißen Haus

Das Weiße Haus befindet sich im Krisenmodus. Seit seiner Vereidigung im Januar 2017 macht US-Präsident Donald Trump vor allem durch Possen und Pannen von sich Reden. Das Wichtigste im Überblick.

Quelle: dpa

Geheiminformationen

Bei einem Treffen mit Moskaus Außenminister Sergej Lawrow soll der Präsident Berichten vom Montag zufolge allzu freimütig über brisante Geheimdienstinformationen geplaudert haben. Es ging um Terrorismus und Flugsicherheit, wie Trump selbst einräumt. Kritiker sehen die Arbeit der US-Geheimdienste in Gefahr.

FBI-Chef entlassen

James Comey ging dem Verdacht nach, im Wahlkampf 2016 habe es Kontakte zwischen Trumps Team und Vertretern Russlands gegeben. Am 9. Mai wird der Chef-Ermittler entlassen, viele sind entsetzt. Der Vorwurf: Trump wolle die Ermittlungen unterdrücken. Der kontert: Comey habe „keinen guten Job gemacht“.

Einreisestopp:

Ein US-Bundesrichter stoppt das von Trump verfügte Verbot für Flüchtlinge und Menschen aus sieben islamisch geprägten Ländern Anfang Februar vorläufig. Wenige Wochen später unterzeichnet Trump ein neues, in Teilen geändertes Einreiseverbot, das aber wiederum von Gerichten blockiert wird. Nun sollen Berufungsgerichte entscheiden.

Gesundheitsreform

Die Republikaner ziehen die Abstimmung über den Gesetzentwurf für ein Ende des von seinem Amtsvorgänger Barack Obama geschaffenen Systems zurück - mangels Mehrheit in den eigenen Reihen. Anfang Mai verabschiedet das Repräsentantenhaus die erneut modifizierten Pläne mit knapper Mehrheit doch noch. Aber im Senat droht heftiger Gegenwind. Das Ende von „Obamacare“ war eines von Trumps zentralen Wahlversprechen.

Mexiko und die Mauer

Ende April muss Trump vorerst von einem seiner zentralen Wahlkampfversprechen abrücken: Der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, die illegale Einwanderer abschrecken soll, ist gegenwärtig nicht zu finanzieren. An dem milliardenschweren Prestigeprojekt will Trump aber generell festhalten.

Obama als Spion

In einer Serie wütender Tweets wirft Trump seinem Vorgänger Anfang März vor, er habe ihn im Wahlkampf abhören lassen. Bei einer Anhörung im Kongress bekräftigt der damalige FBI-Chef Comey, es habe keine Abhöraktionen gegeben.

Sicherheitsberater

Der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn tritt am 13. Februar zurück. Er soll zu einem Telefonat mit dem russischen Botschafter noch vor Antritt der neuen Regierung falsche Angaben gemacht haben. Zur gleichen Zeit hatte Präsident Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Es ist Teil einer größeren Gemengelage, überschattet vom Verdacht, Trump habe sich im Wahlkampf von Russland helfen lassen.

Arbeitsminister

Weil sich nach US-Medienberichten eine herbe Niederlage bei der Bestätigung durch den republikanisch dominierten US-Senat abzeichnet, zieht sich im Februar auch der im Kabinett fest eingeplante Andrew Puzder zurück.

Über Kushners Mitwirkung an dem angestrebten geheimen Kanal hatte zuerst die „Washington Post“ berichtet. Die Zeitung berief sich auf US-Regierungsmitarbeiter, die mit Geheimdienstinformationen über abgefangene Kommunikation nach Russland vertraut waren. Dem Bericht zufolge schlug Kushner Botschafter Sergej Kisljak vor, für die geheime Kommunikation diplomatische Einrichtungen Russlands zu nutzen - anscheinend, um so die Überwachung zu erschweren. Der Botschafter soll darüber „verblüfft“ gewesen sein, schrieb die „Post“.

Spitzenberater Trumps wollten am Samstag nicht zu den Berichten Stellung nehmen. Das machte Trump dann nach seiner Rückkehr per Twitter selbst.

Von

ap

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Vinci Query

29.05.2017, 09:55 Uhr

>> Trump weist Berichte über Russland-Kanal zurück >>

Der DIREKTESTE Russlandkontakt läuft eigentlich über die Russische Botschaft in USA.

Dafür ist die Botschaft auch da.

Alle, die je Kontakte zu dieser Botschaft hatten, sollten in Gewahrsam genommen werden :-)

Die Schizophrenie beim Establishment hat gefährliche Ausmaßen angenommen !

Man sollte über THERAPIEN nachdenken !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×