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26.04.2011

04:17 Uhr

Viele Tote in Daraa

USA drohen Syrien mit Sanktionen

Damaskus geht immer härter gegen die demonstrierende Opposition vor. Mit Panzern rückten Soldaten in die südliche Grenzstadt Daraa ein, eine Hochburg der Proteste. Regimekritiker berichten von 39 Toten.

Syriens Präsident Baschar Assad setzt mittlerweile Panzer gegen die Zivilbevölkerung ein. Quelle: dapd

Syriens Präsident Baschar Assad setzt mittlerweile Panzer gegen die Zivilbevölkerung ein.

Kairo/Damaskus/WashingtonDie USA haben die jüngsten blutigen Militäreinsätze in Syrien mit Hunderten Toten scharf verurteilt und dem Regime in Damaskus mit „gezielten Sanktionen“ gedroht. Die US-Führung prüfe eine Reihe von Optionen als Reaktion auf die nicht zu akzeptierende Gewalt gegen Demonstranten, sagte Regierungssprecher am Montag im Weißen Haus. Eine der Optionen seien Sanktionen.

Das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad weitete am Montag mit einem großem Militäreinsatz das Vorgehen gegen Regimegegner im Süden des Landes aus. Nach Angaben aus der Protestbewegung wurden erneut mindestens 39 Menschen getötet, als mehrere tausend Soldaten mit Panzern in die Stadt Daraa einrückten. Zudem seien Strom und Telefonleitungen gekappt worden, berichtete die Bewegung auf Internetseiten. Daraa ist eines der Zentren des Aufstandes. Inmitten des Militäreinsatzes schloss die syrische Regierung die Grenze zum Nachbarland Jordanien. Die Entscheidung habe Damaskus einseitig getroffen, zitierte die amtlichen jordanische Nachrichtenagentur Petra einen Sprecher der Regierung in Amman.

Der syrische Zoll-Generaldirektor Mustafa Bukai bestritt die Schließung. „Der Verkehr von Autos und Waren läuft normal“, sagte er laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana. Die syrische Staatsmacht versucht seit Wochen mit Gewalt und Festnahmen die Massenproteste zu beenden. Die Führung in Damaskus stellt die Demonstrationen als Angriff krimineller Banden auf die Sicherheitskräfte dar und greift hart durch.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

25.04.2011, 17:43 Uhr

in lybien - resource öl in hohem maße vorhanden - haben sich schon einige westliche mächte eingemischt. in syrien dagegen stößt die gewalt auf relativ wenig interesse.

demnach ist der lybienkonflikt ähnlich dem irakkrieg wirtschaftlich statt moralisch orientiert.

aruba

25.04.2011, 17:53 Uhr

Guten Tag;... In Tel Aviv sitzen welche die haben noch viel weniger Geduld. Passt bloss auf nicht dass die nicht eine Graben vom Mittelmeer bis in den Golf bomben. Besten Dank

Account gelöscht!

25.04.2011, 18:20 Uhr

Aber bitte nicht vergessen: Das Völkerrecht erlaubt nicht die Absetzung einer Regierung von außen, so wie es falsch ist, das gerade in Libyen zu erreichen.
Besser nicht mit Waffen sondern mit intensiven diplomatischen Gesprächen. Alle Regierenden hinfliegen und dem Regenten ins Gewissen reden. Dann stirbt auch keiner.
Wenn bisher Waffen geredet haben, sind nur noch mehr unschuldige Menschen umgegekommen.
Zum Beurteilung des Völkerrechts habe ich einige Stellen gefunden, die Aufschluss geben: http://bit.ly/h9mZti

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