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13.09.2014

01:33 Uhr

Virgin-Gründer Branson

„Als eine Nation sind wir stärker“

Am Donnerstag entscheiden die Schotten, ob sie Teil des Vereinigten Königsreichs bleiben wollen oder nicht. Virgin-Gründer Richard Branson spricht sich in einem Appel an die Bevölkerung gegen die Abspaltung aus.

Virgin Group Gründer Richard Branson will nicht, dass sich die Schotten vom Vereinigten Königreich abspalten. AFP

Virgin Group Gründer Richard Branson will nicht, dass sich die Schotten vom Vereinigten Königreich abspalten.

New YorkAm 18. September entscheiden die Schotten, ob sie Teil des Vereinigten Königreichs Großbritannien bleiben oder Unabhängig werden wollen. Richard Branson, der milliardenschwere englische Unternehmer und Gründer der Virgin Group, appelliert an die Bevölkerung, bei dem Referendum am Donnerstag mit „Nein“ zu stimmen.

In einem Beitrag auf der Internett-Plattform des Virgin-Konzerns schreibt er, dass es zwar nicht das Ende der Welt sei, wenn Schottland sich für die Unabhängigkeit entscheide, er glaubt jedoch, dass die Region „das Beste von beiden Welten“ haben könnte, wenn es Teil von Großbritannien bleibt.

Schottlands Streben nach Unabhängigkeit

September 1997

Bei einem Referendum stimmt eine Mehrheit für ein schottisches Regionalparlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.

Mai 1999

Erstmals nach fast 300 Jahren wird wieder ein schottisches Parlament gewählt.

Mai 2007

Der Vorsitzende der linksliberalen Schottischen Nationalpartei SNP, Alex Salmond, wird neuer Ministerpräsident. Schottland hat erstmals eine Regierung, die für die Abspaltung vom Vereinigten Königreich eintritt.

Mai 2011

Die SNP gewinnt die absolute Mehrheit im Regionalparlament. Salmond kündigt an, über eine Unabhängigkeit solle in den kommenden fünf Jahren abgestimmt werden.

Januar 2012

Salmond kündigt das Referendum für Herbst 2014 an. Der britische Schottland-Minister Michael Moore erklärt, die Regionalregierung könne aus rechtlichen Gründen nicht im Alleingang ohne das Ja aus London zu einem Volksentscheid über die Unabhängigkeit aufrufen.

Mai 2012

Die maßgeblich von der SNP getragene schottische Unabhängigkeitsbewegung startet ihre Wahlkampagne „Yes Scotland“. Die Regierung in London, die strikt gegen eine Abspaltung Schottlands ist, startet eine Gegenkampagne.

Oktober 2012

Der britische Premier David Cameron und Salmond unterzeichnen ein Abkommen, das der Regionalregierung die Befugnis gibt, eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit abzuhalten.

März 2013

Der Termin für das Referendum wird auf den 18. September 2014 festgelegt.

November 2013

Salmond legt detaillierte Pläne für eine eigenständige Nation vor. Bei einem erfolgreichen Referendum soll Schottland im März 2016 unabhängig werden.


Bransos‘ Frau ist Schottin. Doch nicht nur aus persönlichen Gründen veröffentlichte er seine Meinung. Aus der Sicht eines Unternehmers fügt er hinzu, „ist es für die schottische Wirtschaft, dem Wohlstand und der Sicherheit notwendig, dass Schottland in der Vereinigung bleibt.“

Der Engländer appelliert an den Zusammenhalt der Bevölkerung. In Zeiten tragischer Krisen wie jene in der Ukraine, dem Mittleren Westen und in Afrika „sind wir stärker, wenn wir uns diesen Herausforderungen gemeinsam entgegenstellen – als eine Nation“, betont er.

Es sei klar, dass die Schotten Veränderungen wollen. Und wie auch immer die Abstimmung verlaufen wird, das Land werde sich verändern, ist Branson sicher. „Der derzeitige Zustand ist keine Option mehr und das schottische Parlament braucht mehr Einfluss.“

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