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13.12.2013

06:56 Uhr

Vitali Klitschko

„Ich werde kandidieren“

Sollte die Ukraine vorzeitig einen neuen Präsidenten wählen, will Vitali Klitschko antreten. Er glaubt nicht, dass Kiew auf einen prowestlichen Kurs einschwenken wird. Doch die EU lockt das Land mit Finanzhilfen.

Oppositionspolitiker Vitali Klitschko will im Fall einer vorgezogenen Präsidentschaftswahl in der Ukraine als Kandidat antreten. AFP

Oppositionspolitiker Vitali Klitschko will im Fall einer vorgezogenen Präsidentschaftswahl in der Ukraine als Kandidat antreten.

BerlinDer ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko bezweifelt, dass die Kiewer Regierung wieder auf einen prowestlichen Kurs einschwenkt. Den Erklärungen, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union könne vielleicht doch noch bald unterzeichnet werden, traue er nicht, machte Klitschko am Donnerstagabend in der ARD-Sendung „Beckmann“ deutlich. „Unser Präsident hat schon zigmal seit drei Jahren versprochen, das Abkommen zu unterschreiben“, stattdessen fliege er nach Moskau.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte zuvor erklärt, der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch habe ihr bei einem Treffen gesagt, „dass er die Absicht hat, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen“. Ähnlich äußerte sich am Abend Vizeregierungschef Sergej Arbusow. Er schränkte aber ein: „Unsere Verhandlungen sind offen, und wir führen sie fort.“

Die EU-Kommission lockt das Land mit Finanzhilfen, Russland mit einem engen Bündnis. Brüssel sicherte dem Land allgemein finanzielle Unterstützung zu, falls es das Partnerschaftsabkommen unterzeichne. „Viele Zahlen, die kursieren, basieren weder auf Fakten, noch sind sie gerechtfertigt“, sagte der zuständige EU-Kommissar Stefan Füle nach einem Treffen mit Arbusow.

Kiew hatte eine Kredithilfe von 20 Milliarden Euro gefordert. Vor dem Ostpartnerschaftsgipfel Ende November in Litauen stellte die EU laut Diplomaten 600 Millionen Euro in Aussicht. Auf Druck der russischen Regierung hatte Kiew den Abschluss des Abkommens über Zusammenarbeit und freien Handel aber auf Eis gelegt.

Kommentare (5)

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ja234no

13.12.2013, 08:13 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

RumpelstilzchenA

13.12.2013, 09:17 Uhr

Ukraine 46,5 Mio. werden von ca. 200.000 tyrannisiert. Das nennt man europäische Diktatur nach Brüsseler Vorbild.
Warten wir mal die nächste Wahl ab, ....wenn Klitschko nicht mit europäischer Gewalt die Macht an sich reißt und die amerikanische Besatzung akzeptiert.
Raketenstellungen gegen Russland sind nun mal das amerikanische Ziel. Merkel mischt natürlich mit, denn schließlich halten die Amis ihre Stasi-Akte unter Verschluss

Account gelöscht!

13.12.2013, 09:25 Uhr

@ black
Absolut zutreffend. Wieviel "Pleitestaaten" wird die BRD letzendlich finanzieren sollen?
"Ist man erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert".

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