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31.07.2012

14:12 Uhr

Vize-Minister schlägt Alarm

Griechenland geht das Geld aus

Banges Warten in Athen: Noch ist die nächste Hilfstranche der internationalen Geldgebern nicht eingetroffen. Deswegen schlägt der Vize-Finanzminister Alarm: Die Barreserven seien „fast bei null“.

Christos Staikouras schlägt Alarm. dapd

Christos Staikouras schlägt Alarm.

AthenBeim Warten auf die nächste Hilfstranche droht Griechenland das Geld auszugehen. Der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras schlug am Dienstag Alarm und sagte, die Mittel verringerten sich sehr rasch. "Die Barreserven sind fast bei null", sagte er dem staatlichen Fernsehsender NET. Es sei riskant zu sagen, bis wann die Mittel noch ausreichten, da dies von einigen Faktoren abhänge. "Wir befinden uns sicherlich am Abgrund. Wir haben die Tranche, die wir eigentlich bekommen sollten, nicht erhalten, und wir haben das Problem mit der Anleihe, die am 20. August fällig wird", sagte Staikouras.

Die EU-Partner haben wiederholt zugesagt, das Land über den Monat August zu finanzieren. Dann ist eine Anleihe im Volumen von 3,2 Milliarden Euro zur Rückzahlung fällig. Details der Finanzierung sind aber noch offen. Griechenland ist bereits mehrfach knapp der Pleite entgangen und ist voll von Hilfszahlungen abhängig. Sollte es kein Geld bekommen, könnte Griechenland weite Teile seiner öffentlichen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Betroffen wären vor allem die Gehaltszahlungen für Polizei und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst, Renten sowie Sozialleistungen.

Die offizielle Bewertung der Reformfortschritte des Landes durch Vertreter von EU und IWF liegt nicht vor September vor. Zuletzt war darüber spekuliert worden, dass Griechenland seine bisherigen Sparzusagen nicht einhalten wird, auch wegen der politischen Turbulenzen nach zwei Wahlen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat dafür plädiert, Griechenland im Falle des Bruchs seiner Sparzusagen weitere Finanzhilfen zu verweigern, was eine Pleite des Landes und dessen Ausscheiden aus der Euro-Zone zur Folge haben könnte.

Von

rtr

Kommentare (63)

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Skeptiker

31.07.2012, 14:28 Uhr

Wer soll das noch glauben???

elly

31.07.2012, 14:32 Uhr

Mir tun die Menschen in Griechenland wirklich leid, das haben sie nicht verdient!

Hätten die Pappnasen in der EU gleich von Anfang an beschlossen einen radikalen Schnitt zu machen, wäre bei den Griechen zwar kurzfristig das Chaos ausgebrochen aber sie hätten ihre Reformen entsprechend anpacken können. Ob es ohne Druck geklappt hätte wissen wir nicht, aber so wird alles, für die Griechen wie für den Rest der Eurozone noch viel viel schlimmer!

Wo bleiben die reichen Griechen mit ihren Steuergeldern? Wieso nicht an die Goldreserven gehen, auch wenn es weh tut?

Nur immer am Tropf von anderen hängen, das kann nicht gut gehen!

mrd111

31.07.2012, 14:36 Uhr

Wo ist das Problem ? Die Griechen können doch locker die ELA-Maschinerie starten. Es war doch überall zu lesen, dass die gr. Notenbank selbst EUROs drucken kann...

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