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07.01.2011

20:11 Uhr

Vize-Premier Li

Chinas kommender Mann zu Besuch in Berlin

Er wird als der zukünftige Präsident Chinas gehandelt: Li Kequiang. Der derzeitige Vizepremierminister traf am Freitag Kanzlerin Merkel. Im Gepäck hat er milliardenschwere Aufträge für die deutsche Industrie und das Versprechen, schwache europäische Staatsanleihen aufzukaufen.

Ein Schweißer in Ulla bei Weimar bearbeitet ein Maschinenteil, das aus exotischen, chinesischen Rohstoffen besteht. dpa

Ein Schweißer in Ulla bei Weimar bearbeitet ein Maschinenteil, das aus exotischen, chinesischen Rohstoffen besteht.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag in Berlin mit Chinas Vize-Premierminister Li Kequiang zusammengetroffen. Bei dem Gespräch ging es nach Angaben eines Sprechers um die gesamten bilateralen Beziehungen von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bis zur Menschenrechtsdialog. Ein weiteres Thema waren die geplanten ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen. Merkels Sprecher Steffen Seibert sagte, es habe sich vor allem um ein erstes Kennenlernen mit Li gehandelt.

Der 55-Jährige Li, der als möglicher künftiger Regierungschef Chinas genannt wird, war zuvor auch von Bundespräsident Christian Wulff empfangen worden. Zum Abschluss des Li-Besuchs unterzeichneten im Auswärtigen Amt die Autobauer Volkswagen und Daimler sowie mehrere Mittelständler Verträge und Joint Ventures im Gesamtwert von 8,7 Milliarden Euro.

Größter Posten bei den insgesamt elf Abkommen und Joint Ventures ist ein Beschaffungsprogramm von VW im Wert von rund 3,4 Milliarden US-Dollar (rund 2,6 Milliarden Euro). Ein geplantes Projekt von Mercedes-Benz hat ein Volumen von 2,8 Milliarden US-Dollar. Weitere Verträge sehen die Modernisierung eines chinesischen Atomkraftwerks sowie die Lieferung von drei Containerschiffen vor.

Li, der am Samstag Bayern besucht, kündigte an, sein Land wolle sich für deutsche Unternehmen weiter öffnen. China habe großes Interesse an einem stabilen Euro und einem geeinten Europa. Der Kontinent mit dem Euro werde einer der weltweit wichtigsten Märkte für chinesische Finanzinvestitionen bleiben.

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