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26.04.2011

15:10 Uhr

Volksaufstand im Jemen

Präsident Saleh steht kurz vor dem Rücktritt

Selbst die Opposition gibt sich zuversichtlich: Die Unterzeichnung eines Abkommens, das den Rücktritt des langjährigen Staatschefs Ali Abdullah Saleh besiegeln soll, liegt in den letzten Zügen.

Jemenitische Demonstranten zeigen das "Victory-Zeichen". Sie glauben an den Wechsel an der Spitze ihres Landes. Quelle: dpa

Jemenitische Demonstranten zeigen das "Victory-Zeichen". Sie glauben an den Wechsel an der Spitze ihres Landes.

Sanaa Im Jemen scheint ein Ende des monatelangen Machtkampfes um Präsident Ali Abdullah Saleh in greifbare Nähe gerückt. Die Unterzeichnung eines Abkommens,. Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats werde in Kürze in Sanaa erwartet, um letzte Hand an die Übereinkunft zu legen, sagte Mohammed Basindwa der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Ein Bündnis mehrerer Oppositionsparteien räumte ein letztes Hindernis für die Einigung beiseite und erklärte sich zum Eintritt in einer Übergangsregierung bereit.

„Wir erwarten ein Abkommen und dessen Unterzeichnung - je ehe desto besser“, sagte Basindwa. Das werde hoffentlich in den nächsten Tagen der Fall sein. Sollte der Vertrag zustande kommen, müsste Präsident Saleh innerhalb eines Monats zurücktreten. Das Oppositionsbündnis aus islamistischen, linken und nationalistischen Bewegungen erklärte sich zum Beitritt in eine Regierung der nationalen Einheit nach Zusagen von US-Diplomaten bereit, nach denen Saleh auch tatsächlich zurücktreten wird. Die Regierungsgegner hatten mit dem Schritt gezögert, weil sie befürchteten, das von Salehs Anhängern dominierte Parlament würde den Rücktritt des Staatschefs nicht akzeptieren.

Auch die Demonstranten in Jemen, die seit Wochen auf der Straße einen Machtwechsel fordern, haben sich skeptisch gezeigt. Die Opposition hat kaum Einfluss auf die Proteste. Die Demonstranten wollen erst aufgeben, wenn Saleh zurückgetreten ist und vor Gericht gestellt wird.

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