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10.11.2011

12:51 Uhr

Von Italien abhängig

Österreich bangt um Bestnote

VonStefan Menzel

Österreichs Bankensektor ist eng wie kein anderer mit Italien verbunden. Mit der Krise des kranken Nachbarn gerät nun auch die Alpenrepublik unter Druck: nur rasche Reformen können die Bonitätsnote „AAA“ retten.

Österreichische Flagge auf dem Burgtor in Wien: In der Alpenrepublik spürt man die Krise (noch) nicht. Reuters

Österreichische Flagge auf dem Burgtor in Wien: In der Alpenrepublik spürt man die Krise (noch) nicht.

WienEigentlich könnte die Lage kaum besser sein: Die Arbeitslosenquote in Österreich liegt bei 3,9 Prozent, die niedrigste innerhalb der EU. Auch bei der Jugendarbeitslosigkeit, die am Rand der Euro-Zone in Ländern wie Griechenland oder Spanien zu einem gewaltigen Problem geworden ist, müssen sich die Österreicher keine großen Sorgen machen. Wien hat es immer wieder geschafft, seine wirtschaftlichen Trumpfkarten auszuspielen. Der Ausbildungsstand ist hoch, die Alpenrepublik ist eine erfolgreiche Exportnation. Kein Wunder also, dass Österreich zu den wenigen Länder mit der Topnote der Ratingagenturen, dem "AAA" aufwarten kann.

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Dennoch nehmen die Sorgen mit jeder Krisenmeldung aus Griechenland und erst recht aus Italien zu. Denn auch Österreich hat Probleme mit der wachsenden Staatsschuld. Wenn die Politiker nicht gegensteuern, könnte es unangenehm für das Land werden. Akute Ansteckungsgefahr droht, denn Österreichs Banken sind eng mit Italien verbandelt. Bank Austria, das größte Geldinstitut des Landes, ist sogar eine Tochter der italienischen Unicredit.

"Österreich sitzt nicht so sicher auf seinem Triple-A, wie wir es gerne hätten", sagte Bernhard Felderer, Chef des Wiener Instituts für Höhere Studien, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

Und auch Finanzministerin Maria Fekter begründete ihre Ablehnung weiterer Finanzhilfen an Griechenland so: "Wir müssen selbst auf unser Triple-A schauen". Noch gehört Österreich mit Staaten wie Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Finnland zu den Ländern innerhalb der Euro-Zone, die von den Ratingagenturen die beste Bewertung bekommen. Österreichische Staatsanleihen gelten als fast so sicher wie deutsche.

Kommentare (2)

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10.11.2011, 13:12 Uhr

Ist ja wie im Wartezimmer beim Arzt. "Der Nächste bitte"...Deutschland ist ja schon in der Warteschleife.

Account gelöscht!

10.11.2011, 14:53 Uhr

Hehe, wenn man mal die Daten Österreichs im Bericht (unter 4% Arbeitslosigkeit, rund 75% Verschuldungsquote...) mit denen der USA vergleicht, muss doch langsam auch der Letzte verstehen, dass hier mit ganz unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird...

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