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20.07.2011

13:26 Uhr

Vor dem Euro-Gipfel

Barroso setzt Merkel unter Druck

Der EU-Kommissionspräsident hat mit eindringlichen Worten eine Einigung auf dem Euro-Sondergipfel gefordert. Außerdem hat er eine Task-Force für Griechenland eingerichtet.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Quelle: Reuters

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Euroländer in ungewöhnlich deutlicher Sprache aufgerufen, sich beim Sondergipfel auf eine neue Griechenland-Hilfen zu einigen. „Die Lage ist sehr ernst“, sagte Barroso am Mittwoch in Brüssel.

Barroso sagte die Situation erfordere eine Antwort, ansonsten seien die negativen Folgen über Europa hinaus spürbar, warnte Barroso. «Die Lage erfordert vollen Einsatz von allen auf dem Gipfel.» Barroso forderte von dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder am Donnerstag folgende Mindestbeschlüsse: Schritte zur Absicherung der Finanzlage Griechenlands, Klarheit über die Machbarkeit und die Höhe eines Beitrags des Privatsektors zu weiteren Griechenland-Hilfen sowie weitere Möglichkeiten für den Euro-Rettungsfonds zum Eingreifen in der Krise sowie Einigkeit über Maßnahmen zur Absicherung des Bankensektors.

Barroso kündigte an, sein Haus habe eine Task Force zu Griechenland eingerichtet. Sie soll Expertenhilfe für das Krisenland organisieren. Es geht auch um die schnellere Auszahlung von Mitteln aus milliardenschweren EU-Fördertöpfen. „Wir brauchen Wachstum für Griechenland“, sagte der Portugiese. Außerdem solle Griechenlands Wettbewerbsfähigkeit verbessert, Wachstum gefördert und Arbeitslosigkeit verringert werden, fügte Barroso hinzu.Die Arbeitsgruppe soll von dem Deutschen Horst Reichenbach geführt werden, dem Vizepräsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

Kommentare (10)

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Petra

20.07.2011, 13:35 Uhr

Heute heißt es: Gebt uns Geld, sonst geht die Welt unter!

Morgen heißt es: Gebt uns mehr Geld, sonst geht die Welt unter!

Übermorgen heißt es: Gebt uns noch viel mehr Geld, sonst geht die Welt unter!

Dann heißt es: Die Welt ist wegen dem vielen Geld untergegangen!

Profit

20.07.2011, 13:37 Uhr

Wer ist Barroso? Und vor allem: Wer ist Reichenbach? Einem(r) deutschen Kanzler(in) gibt man keine Ultimaten vor. Dasselbe sollt mal jemand mit einem französischen Staatspräsidenten machen. Frankreich und Deutschland sind mit Abstand die wichtigsten Länder - in jeder Beziehung -, schließlich sollen vor allem auch sie zahlen. Respekt für Frau Merkel!

Ondoron

20.07.2011, 13:45 Uhr

Barroso:" Die Lage ist sehr ernst. Mein Job ist unmittelbar gefährdet! Wer bezahlt sonst später meine Rente? Also gebt alles Geld für Griechenland, damit ich weiter den dicken Mann makieren kann. Denn sonst droht Krieg in Europa!"

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