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06.02.2014

04:44 Uhr

Vor den Winterspielen in Sotschi

USA warnen vor Bomben in Zahnpastatuben

Die USA warnen vor dem Beginn der Winterspiele in Sotschi vor möglichen Anschlägen auf Russlandflügen - und konkret vor Zahnpasta. In den Tuben könnten Bombenbestandteile versteckt werden.

Sicherheitshinweis der USA: Vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde vor möglichen Anschlägen auf Russlandflügen gewarnt, bei denen in Zahnpastatuben versteckte Sprengsätze zum Einsatz kommen könnten. AFP

Sicherheitshinweis der USA: Vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde vor möglichen Anschlägen auf Russlandflügen gewarnt, bei denen in Zahnpastatuben versteckte Sprengsätze zum Einsatz kommen könnten.

WashingtonDie US-Regierung hat vor den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi vor möglichen Anschlägen auf Russlandflüge gewarnt, bei denen in Zahnpastatuben versteckte Sprengsätze zum Einsatz kommen könnten. US-Fluggesellschaften und ausländische Airlines mit Zielen in Russland seien auf mögliche Gefahren hingewiesen worden, sagte ein US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Das US-Heimatschutzministerium erklärte, eine "spezifische Bedrohung" liege gegenwärtig nicht vor.

Die Bedrohung betreffe "besonders Flüge mit dem Ziel Russland", sagte der Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, unter Berufung auf US-Geheimdiensterkenntnisse. Das Heimatschutzministerium erklärte, es teile regelmäßig und routinemäßig wichtige Informationen mit Partnern im In- und Ausland. Die Behörde passe die Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich an eine sich ständig entwickelnde Bedrohungslage an.

Die Olympischen Winterspiele in Sotschi werden am Freitag eröffnet und dauern bis zum 23. Februar. Sie sind das größte internationale Ereignis in Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991. Russlands Staatsfeind Nummer eins, der islamistische Rebellenführer Doku Umarow, hatte im Sommer gedroht, das Sportfest "mit allen Mitteln" zu verhindern.

Zwei Selbstmordattentate im 700 Kilometer von Sotschi entfernten Wolgograd, bei denen Ende Dezember 34 Menschen getötet wurden, verliehen der Drohung neue Brisanz. Ein hochrangiger Vertreter der US-Sicherheitsbehörden warnte am Dienstag, die größte Gefahr gehe von Anschlägen außerhalb der schwer bewachten Schwarzmeerstadt Sotschi aus.

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Korruption, Kostenexplosion, Diskriminierungen – die Olympischen Winterspiele stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Russlands Präsident Putin kann es egal sein – er profitiert von dem Großereignis wie kein Politiker vor ihm.

US-Präsident Barack Obama hatte seine Sicherheitsberater bei einem Treffen am Dienstag dazu aufgerufen, eng mit den russischen Behörden zusammenzuarbeiten, wie das Weiße Haus nach der Konferenz mitteilte. An dem Treffen nahmen unter anderem Vize-Präsident Joe Biden, Außenminister John Kerry sowie Obamas Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice teil.

Im Schwarzen Meer kreuzen während der Spiele zwei US-Kriegsschiffe, wie US-Regierungsvertreter am Mittwoch sagten. Im Notfall sollen sie die russischen Sicherheitskräfte auf Ersuchen der Behörden unterstützen. Die 350.000-Einwohner-Stadt Sotschi selbst gleicht einer Festung. Für die Sicherheit sollen Überwachungssatelliten, Drohnen, Boden-Luft-Raketen und 37.000 Polizisten und Soldaten sorgen.

Zudem hatten die Olympischen Komitees von Deutschland, Italien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei Drohbriefe erhalten. Viele Länder haben beschlossen, ihre eigenen Sicherheitskräfte nach Russland zu schicken, um die Athleten zu beschützen.

Kommentare (1)

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senfra

06.02.2014, 08:14 Uhr

Typisch primitive Ami-Propaganda.
Wie die kleinen Kinder!

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