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19.02.2012

14:35 Uhr

Vor Finanzminister-Treffen

Neue Proteste in Athen

Auf dem morgigen Treffen der Euro-Finanzminister muss Griechenland Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro belegen. Erneute Demonstrationen in Athen zeigen, dass die Griechen die Sparforderungen leid sind.

Studenten protestieren am Samstag bis in den späten Abend vor dem Parlamentsgebäude in Athen. dpa

Studenten protestieren am Samstag bis in den späten Abend vor dem Parlamentsgebäude in Athen.

AthenEinen Tag vor dem möglicherweise entscheidenden Treffen der Euro-Finanzminister zur Griechenland-Rettung am Montag haben hunderte Menschen in Athen erneut gegen die Sparforderungen der EU demonstriert. Rund 1500 Griechen beteiligten sich laut Polizei an einer Protestkundgebung auf dem Platz vor dem Parlament. Die Demonstranten folgten einem Aufruf der Gewerkschaften, für den Nachmittag war eine weitere Kundgebung der radikalen Linken geplant.

Auf Spruchbändern kritisierten sie die jüngsten Sparbeschlüsse ihrer Regierung: „Armut und Hunger haben keine Nationalität“, stand auf einem Transparent, gefolgt von dem englischen Zusatz: „all of us we are Greeks, Merkel and Sarkozy are freaks“ (Wir sind alle Griechen, Merkel und Sarkozy sind Freaks).

An der Kundgebung am Vormittag beteiligte sich auch eine Gruppe von rund 50 Demonstranten, die das Ende der alten „Parteien-Mafia“ und eine Fortsetzung des Reformkurses unter dem unabhängigen Übergangsregierungschef Lucas Papademos forderten. „Wir schämen uns unserer Politiker“, stand auf einem orangefarbenen Schild, ein anderes forderte: „Lasst uns Griechenland neu erschaffen“.

Die Eurogruppe kommt am Montag in Brüssel zusammen, um über die Rettung Griechenlands vor der Staatspleite zu beraten. Als Voraussetzung muss Athen unter anderem neue Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro vorweisen. Zudem sollen die privaten Gläubiger des hochverschuldeten Landes freiwillig auf Forderungen in Höhe von 100 Milliarden Euro verzichten. Dieser Schuldenschnitt ist die Voraussetzung dafür, dass die Euro-Länder ein zweites Hilfspaket in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro beschließen.

Von

afp

Kommentare (2)

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komano

19.02.2012, 16:24 Uhr

Na ja...
1500 Demonstranten in einer 5 Mio Stadt...
Auch wenn Sie 3000 oder 30000 wären, wäre der Untertitel "Erneute Demonstrationen in Athen zeigen, dass die Griechen die Sparforderungen leid sind" übertrieben...

aspi

19.02.2012, 17:07 Uhr

Jeder Normalsterbliche kann aus dem Artikel folgendes herauslesen: Die Griechen sind der Demonstrationen leid und haben Verständnis für die Sparzwänge, deshalb haben sich kaum noch Menschen an den jüngsten Demos beteiligt. Wie der Schlagzeilentexter zur gegenteiligen Auffassung kommt, bleibt ein Rätsel.

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