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06.06.2015

03:31 Uhr

Vor G7-Gipfel

Spontan-Demo aus Solidarität mit Kurdenpartei

Vor dem Beginn des G7-Gipfels kam es am Freitag in Garmisch zu einer spontanen Demo aus Solidarität mit der pro-kurdischen Partei HDP. Bei einer Explosionen in der Türkei waren zwei Menschen getötet worden.

Auch am Freitag gingen in Garmisch im Vorfeld des G7-Gipfels Demonstranten auf die Straße. imago/Eibner

G7-Demo

Auch am Freitag gingen in Garmisch im Vorfeld des G7-Gipfels Demonstranten auf die Straße.

Garmisch-PartenkirchenVor dem G7-Gipfel in Elmau sind am Freitagabend hunderte G7-Gegner in einer Spontan-Demonstration durch Garmisch gezogen. Die 400 bis 500 Aktivisten seien von einem „starken Polizeiaufgebot“ begleitet worden, es habe keine Vorfälle gegeben, sagte eine Polizeisprecherin.

Anlass der Demonstration waren zwei Bombenexplosion bei der Kundgebung einer prokurdischen Partei in der Türkei, durch die zwei Menschen getötet und hundert weitere verletzt worden waren. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, war bis in den Abend unklar.

„Wir sind aus Solidarität mit den Opfern auf die Straße gegangen“, sagte ein Sprecher im G7-Protestcamp in Garmisch. Dorthin kehrten die Demonstranten nach einer Kundgebung am Bahnhof zurück. Nach Angaben des Sprechers hatten 600 bis 700 Menschen an der nicht genehmigten Demonstration teilgenommen.

Protestcamp vergrößert sich

In den Morgenstunden des Samstag blieb es aber ruhig. „Auf den Straßen in und um Garmisch gibt es keine besonderen Vorkommnisse“, sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag.

Ebenfalls in den Abendstunden vergrößerte sich das Protestcamp der Gipfelgegner. Ein Landwirt erlaubte den Demonstranten, auf einer benachbarten Wiese weitere Zelte aufzuschlagen, wie das Bündnis „Stop G7 Elmau“ über Twitter mitteilte. Ein Sprecher sagte, inzwischen seien schätzungsweise gut 1000 Menschen vor Ort.

Für Samstag haben die G7-Gegner zwei Kundgebungen und eine Demonstration in Garmisch angemeldet. Die Stadt liegt in der Nähe des Tagungsortes in Elmau. Die bisherigen Proteste gegen den G7-Gipfel waren friedlich. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte die Demonstranten eindringlich davor, in der heißen Phase des Gipfels doch zu Gewalt zu greifen. Der G7-Gipfel hat zum größten Polizeieinsatz in der bayerischen Geschichte geführt.

Am Freitag hatten in Garmisch-Partenkirchen bereits rund 450 Menschen an einer Kundgebung teilgenommen. Ein massives Aufgebot von Beamten begleitete auch da die Teilnehmer.

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