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04.09.2014

14:06 Uhr

Vor Gipfelstart

Nato bietet Irak Unterstützung an

Sie wollen die Gräueltaten der Terrormiliz Islamischer Staat nicht mehr länger mit ansehen: Die Staats- und Regierungschefs zeigen beim Nato-Gipfel ihre Entschlossenheit, den Terror im Irak aufzuhalten.

Zusammenhalt in Newport: Besonders in Sachen IS-Terror haben der britische Premier David Cameron und US-Präsident Barack Obama ihre Entschlossenheit zum Handeln signalisiert. AFP

Zusammenhalt in Newport: Besonders in Sachen IS-Terror haben der britische Premier David Cameron und US-Präsident Barack Obama ihre Entschlossenheit zum Handeln signalisiert.

NewportDie Nato ist bereit zur Hilfe im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das sagte der Generalsekretär des Bündnisses Anders Fogh Rasmussen am Donnerstag unmittelbar vor Beginn des Nato-Gipfeltreffens in Newport (Wales). Maßnahmen gegen den IS werden die 28 Staats- und Regierungschefs des Bündnisses bis Freitag ebenso beschäftigen wie das derzeit zerrüttete Verhältnis zu Russland wegen der Ukraine-Krise.

Rasmussen sprach direkt die Führung des Iraks an. „Ich bin sicher, dass falls die irakische Regierung um Nato-Hilfe bitten würde, dies von den Verbündeten sehr sorgfältig geprüft würde“, sagte er. Bisher gebe es keine Anfrage. Rasmussen sagte, die Nato habe bis 2011 Ausbilder im Irak stationiert. „Und wenn die irakische Regierung die Wiederaufnahme solcher Ausbildungsaktivitäten erbitten würde, dann würden die Nato-Verbündeten das ganz sicher ernsthaft prüfen.“

Rasmussen begrüßte, dass US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron der Terrormiliz IS den Kampf angesagt hätten. „Ich glaube, dass die internationale Gemeinschaft insgesamt eine Verpflichtung hat, die IS an einem weiteren Vorrücken zu hindern.“

Auftakt des Nato-Gipfels

Rasmussen: "Russland greift die Ukraine an!"

Auftakt des Nato-Gipfels: Rasmussen: "Russland greift die Ukraine an!"

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In einem Gastkommentar für die britische Tageszeitung „Times“ (Donnerstag) beschworen Obama und Cameron ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den IS. „Wenn Terroristen denken, dass wir angesichts ihrer Drohungen schwach werden, dann könnten sie gar nicht mehr irren. Länder wie Großbritannien und die USA werden sich von barbarischen Killern nicht einschüchtern lassen“, schrieben Obama und Cameron. „Entwicklungen in anderen Teilen der Welt, besonders in Syrien und im Irak, bedrohen unsere Sicherheit zu Hause.“

Im Kampf gegen den IS versuchen die USA und Großbritannien, eine internationale Allianz auch außerhalb der Nato zu schmieden.

In britischen Medien wurde der „Times“-Artikel als Hinweis auf eine britische Beteiligung an der US-Militäroperation mit Luftschlägen gegen IS-Stellungen im Irak gedeutet.

Kommentare (1)

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Herr Woifi Fischer

04.09.2014, 14:15 Uhr

Sie wollen die Gräueltaten der Terrormiliz Islamischer Staat nicht mehr länger mit ansehen.

Nach Dokumenten des US-Geheimdienstes NSA, die Edward Snowden öffentlich gemacht hat, ist der »Islamische Staat« im Irak und in der Levante ursprünglich von Geheimdienstagenten der USA, Großbritanniens und Israels gegründet worden.

Ob das Papier authentisch ist, lässt sich derzeit zwar nicht verifizieren, doch finden sich inzwischen auch im Internet zahlreiche Quellen, die bestätigen, dass es sich beim IS um ein Geheimdienstprojekt handelt.

So sagte Anfang Juli in Beirut Nabil Naeem, ein ehemaliger Kommandeur der Al-Qaida, im arabischen Nachrichtensender Al-Mayadeen, dass alle heutigen Einheiten des Netzwerks einschließlich IS derzeit für die CIA arbeiteten.

Der »Islamische Staat« sei Teil einer Strategie für den Mittleren Osten, die »Hornissennest« genannt werde.

Demnach sollen Dschihadisten aus aller Welt nach Syrien geschleust werden, um den Eindruck zu vermitteln, dass Israel von Feinden an allen seinen Grenzen umgeben sei.

Schon 1982 hatte das israelische Außenministerium in einem Strategiepapier den Vorschlag entwickelt, »dass alle arabischen Staaten in kleine Einheiten zerbrochen« werden sollten. Syrien, Irak und schließlich auch der Libanon sollten »in ethnische und religiöse Gebiete« aufgelöst werden.

Wenn der Bundeskanzlerin dies alles bekannt ist, ist ihre Aufrüstungspolitik vollkommen falsch, und schadet der BRD.
Sie muß sich schleunigst vom US Präsidenten sowie vom Englischen Premierminister über deren wahren Absichten aufklären lassen, wen die Informationen von Snowden und der NSA zutreffen.
Keine weiteren Verwickelungen der BRD in die Machtspiele der USA, Englands und Israels.

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