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10.04.2014

08:18 Uhr

Vor Merkel-Besuch

Autobombe explodiert nahe griechischer Zentralbank

Im Zentrum Athens nahe der griechischen Zentralbank hat es eine schwere Explosion gegeben. Verletzt wurde niemand. Zuvor hatten Anrufer vor der Explosion gewarnt. Morgen reist Kanzlerin Merkel nach Griechenland.

Einen Tag vor Merkel-Besuch

Autobombe explodiert in Athen

Einen Tag vor Merkel-Besuch: Autobombe explodiert in Athen

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AthenEinen Tag vor dem Griechenlandbesuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Autobombe in Athen schweren Sachschaden angerichtet. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Polizeioffizier der Nachrichtenagentur dpa. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, wurde das Auto bei der Explosion am Donnerstagmorgen völlig zerstört. Von dem Fahrzeugwrack waren nur Teile des Motors und ein Rad erkennbar. Erhebliche Schäden entstanden an den Fassaden der umliegenden Gebäude.

Zwei Unbekannte hatten mit Anrufen bei einer griechischen Zeitung und einem Nachrichtenportal vor der Explosion gewarnt. „Wir werden den Terroristen nicht erlauben, ihre Ziele zu erreichen“, sagte Regierungssprecher Simos Kedikoglou im griechischen Fernsehen.

Wenn Massenproteste außer Kontrolle geraten

Türkei

Die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in Istanbul, mit dem die Zerstörung eines Parks am Taksim-Platz verhindert werden sollte, löst im Mai 2013 eine landesweite Protestwelle aus. Mittlerweile richten sich die andauernden Proteste vor allem gegen den autoritären Regierungsstil des islamisch-konservativen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Mehrere Menschen kamen bisher ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Bulgarien

Nach Massenprotesten und schweren Ausschreitungen in der Hauptstadt Sofia tritt die bulgarische Regierung im Februar 2013 zurück. Die Proteste richteten sich zunächst gegen hohe Strompreise, wandten sich dann aber immer stärker gegen Ministerpräsident Boiko Borissow. Hintergrund war die Unzufriedenheit über geringe Einkommen, hohe Arbeitslosigkeit und Korruption.

Griechenland

Bei Massendemonstrationen von Hunderttausender gegen das massive Sparprogramm der Regierung sterben in der griechischen Hauptstadt Athen im Mai 2010 drei Menschen. Vermummte Randalierer hatten mit Molotowcocktails eine Bank in Brand gesetzt.

Serbien

Rund 200.000 Menschen demonstrieren im Februar 2008 gegen die Unabhängigkeit des Kosovos in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Mehrere tausend Randalierer demolieren Botschaften, plündern Geschäfte, zünden Autos und Busse an. Mindestens ein Mensch kommt ums Leben, mehr als 150 Menschen werden verletzt.

Frankreich

Der Tod zweier Jugendlicher, die auf der Flucht vor der Polizei nahe Paris tödlich verunglückten, löst im Herbst 2005 eine Welle der Gewalt in französischen Einwanderervorstädten aus. Sporthallen, Geschäfte und tausende Autos gehen in Flammen auf. Tausende Randalierer werden festgenommen. Nach drei Wochen erklärt die Polizei die Unruhen offiziell für beendet.

Italien

Das Gipfeltreffen der führenden Industrieländer in Genua wird im Juli 2001 von der schwersten Welle der Gewalt in seiner Geschichte überschattet. Ein 23-jähriger Italiener stirbt bei den Straßenschlachten durch eine Polizeikugel. Globalisierungsgegner demolieren Büros, Geschäfte und Bankautomaten. Hunderte Menschen werden verletzt. Kritiker werfen der Polizei übertriebene Härte vor.

Wem der Anschlag galt, blieb zunächst unklar. Rund um den Tatort in der Athener Innenstadt sind mehrere kleinere Banken, Büros von Juristen, Journalisten und der ständigen Vertretung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Einen Block weiter liegen die Büros der griechischen Zentralbank.

Die Polizei vermutet, dass eine der zahlreichen linksgerichteten Untergrundorganisationen hinter dem Anschlag stecke. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung. Merkel will die griechische Regierung bei ihrem Besuch in ihrem Sparkurs bestärken. Am Mittwoch hatte Griechenland die Rückkehr an die Kapitalmärkte angekündigt, während Tausende gegen die harte Sparpolitik die Arbeit niederlegten.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

10.04.2014, 09:33 Uhr

Sehr beliebt die Mutti, sogar ein privates Feuerwerk als
Willkommen.

Account gelöscht!

10.04.2014, 09:40 Uhr


Mobsterkämpfe oder Samarasinszenierung.

Merkel bleibt sicherlich beeindruckt und ängstigt sich um griechische tapfre Politikgangster.

Account gelöscht!

10.04.2014, 10:49 Uhr

Nach meiner Überzeugung war das nur ein Testballon. Die eigentliche Greece-Pyro-Show wird erst morgen aufgeführt.
Vielleicht werden in Athen dann beige Hosenanzüge regnen.

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