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19.05.2012

01:16 Uhr

Vor Nato-Gipfel

Proteste gegen Kriegseinsätze bremsen Chicago aus

Damit Politiker sicher zum Nato-Gipfel in Chicago anreisen können, sperrte die Polizei in der US-Stadt zeitweise Straßen. Nicht geplant war, dass auch Demonstranten den Straßenverkehr stören.

Demonstranten halten am Vorabend des Nato-Gipfels in Chicago den Verkehr auf. dapd

Demonstranten halten am Vorabend des Nato-Gipfels in Chicago den Verkehr auf.

ChicagoIm Vorfeld des Nato-Gipfels in Chicago haben Demonstranten den Verkehr in der US-Metropole gestört. Begleitet von der Polizei zogen unangemeldet hunderte Protestierende am Freitag durch das Finanzviertel der Stadt und forderten ein Ende von teuren Kriegseinsätzen, damit Regierungen in ihre Sozialsysteme investieren.

Die Demonstranten hatten sich von einer angemeldeten Demonstration abgespalten und waren unerlaubt in den Finanzdistrikt von Chicago gezogen. Bei der ursprünglichen Kundgebung forderten die Protestierenden eine Beteiligung des Bankensektors an den Kosten der Finanzkrise und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

In Chicago findet am Sonntag und Montag ein Nato-Gipfeltreffen statt, bei dem es unter anderem um den Militäreinsatz in Afghanistan geht. Zeitgleich kamen die Staats- und Regierungschef der G-8-Länder in Camp David zusammen, dem Landsitz von US-Präsident Barack Obama, um über die Finanzkrise zu beraten.

Die US-Regierung hatte den ursprünglich ebenfalls in Chicago geplanten G-8-Gipfel nach Camp David verlegt, um in der Heimatstadt von US-Präsident Barack Obama die Lage angesichts von erwarteten Protesten und der Anreise von Staats- und Regierungschefs aus mehr als 50 Ländern zu entspannen.

Am Freitag beteiligten sich insgesamt rund 3000 Menschen an Protestkundgebungen in Chicago. Eine große Demonstration gegen den Nato-Gipfel ist zum Auftakt am Sonntag geplant.

Am Freitag wurden zeitweilig Zufahrtstraßen in die Stadt gesperrt, um die Anreise der Politiker nach ihrer Landung am Flughafen von Chicago zu sichern. Darunter war nach Angaben eines Nato-Vertreters auch der afghanische Präsident Hamid Karsai.

Von

afp

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