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20.04.2013

16:24 Uhr

Vor Oppositionstreffen

Assad spricht Teilamnestie für Regimegegner aus

Syriens Machthaber will offenbar guten Willen zeigen: 45 Oppositionelle werden in Syrien frei gelassen. Experten gehen davon aus, dass 150 000 Menschen seit März 2011 festgenommen wurden.

Einzige Unterstützung bekommt Baschar al-Assad noch aus Russland. dapd

Einzige Unterstützung bekommt Baschar al-Assad noch aus Russland.

Kurz vor einem Treffen der "Freunde Syriens" in Istanbul hat die syrische Opposition Russland wegen seiner Unterstützung für Staatschef Baschar al-Assad vorgeworfen, in der Vergangenheit verfangen zu sein. "Dass sich Russland dem Streben der Syrer nach Freiheit und Demokratie widersetzt (...), zeigt einmal mehr, dass die russische Regierung außerhalb der Geschichte lebt und gegen die Freiheit der Menschen ist", erklärte am Samstag die Nationale Syrische Koalition.

Vor allem kritisierte das Oppositionsbündnis die Aussage von Russlands Außenminister Sergej Lawrow, dass die "Freunde Syriens" einen "schädlichen und negativen" Einfluss auf den Konflikt hätten. Die Staatengruppe wollte im Laufe des Samstags in Istanbul beraten, wie sie die Opposition in Syrien besser unterstützen kann. Zu der Gruppe zählen westliche und arabische Staaten sowie internationale Organisationen. Russland ist nicht mit im Boot, da die Regierung in Moskau einer der letzten Unterstützer der Führung in Damaskus ist.

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Mehrere Dutzend Gefangene sind am Samstag in Damaskus freigelassen worden. Das berichteten Augenzeugen in der syrischen Hauptstadt. Ihren Angaben zufolge wurden die Häftlinge vom Geheimdienst der Luftwaffe zum Justizpalast gebracht, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden.

Präsident Baschar al-Assad hatte am vergangenen Dienstag eine Teilamnestie verkündet. Menschenrechtler schätzen, dass seit Beginn des Aufstandes gegen Assads Regime im März 2011 rund 150 000 Menschen festgenommen wurden. Viele von ihnen gelten heute als vermisst. Tausende starben an den Folgen von Folterungen.

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Durch Kämpfe und Luftangriffe starben am Samstag nach Angaben von Regimegegnern 45 Menschen. Die meisten Opfer soll es in der Stadt Aleppo und im Großraum Damaskus gegeben haben. Die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution meldete, bei Gefechten gegen Kämpfer der mit Assad verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz in der Ortschaft Al-Kusair seien sechs syrische Rebellen getötet worden.

Nach Angaben der staatlichen libanesische Nachrichtenagentur NNA trafen zwei Raketen aus Syrien das Dorf Sahlat al-Maa in der libanesischen Bekaa-Ebene. Es entstand nur Sachschaden.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

20.04.2013, 17:13 Uhr

Es ist hat Krieg in Syrien , Krieg ist nie human !
Angefangen haben ihn die Rebellen , nicht Assad !

CatieChiung

21.04.2013, 01:27 Uhr

Das die "Freunde Syriens" den Konflikt nur weiter schüren ist doch klar. Meine güte wie blöd muss man sein um sowas nicht zu verstehen. Assad ist nicht bei den "Freunden Syriens" dabei, auch keine Vertreter. Jediglich die Freie Syrische Armee. Man macht also nichts als sich zu beraten wie man Assad bekämpft.

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