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19.01.2012

15:24 Uhr

Vor Sanktions-Gesprächen

Iran bemüht sich um Entspannung

Während die EU über ein Verbot von Ölimporten aus dem Iran nachdenkt, versucht der iranische Außenminister zu beschwichtigen: Sein Land habe nie versucht, die Straße von Hormus zu blockieren, sagte er am Donnerstag.

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi gibt sich versöhnlich. Reuters

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi gibt sich versöhnlich.

AnkaraKurz vor Beginn der EU-Beratungen über ein mögliches Importverbot für iranisches Erdöl hat sich der Iran um Entspannung im Streit mit dem Westen bemüht. Sein Land habe niemals versucht, den Seeverkehr durch die Straße von Hormus zu blockieren, sagte Außenminister Ali Akbar Salehi am Donnerstag mit Blick auf frühere Drohungen, die Meerenge zu sperren. Chinas Regierungschef Wen Jiabao warnte Teheran vor einer Blockade der Seestraße.

„Wir wollen Frieden und Stabilität in der Region“, versicherte Salehi bei einem Besuch in der Türkei. Er appellierte an alle Länder der Region, sich nicht in „eine gefährliche Lage“ bringen zu lassen und warf der US-Regierung vor, über „bestimmte Länder“ entscheiden zu wollen. Der Iran hatte Ende Dezember im Fall neuer Sanktionen mit einer Sperrung der Straße von Hormus gedroht, durch die rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert werden.

China warnte den Iran vor einer Schließung der strategisch wichtigen Meerenge. Eine Blockade wäre „ein extremistischer Akt, der dem allgemeinen Willen der internationalen Gemeinschaft widersprechen würde“, sagte Ministerpräsident Wen am Vorabend während eines Besuchs im Golfemirat Katar. China, das elf Prozent seines Öls aus dem Iran bezieht, werde auch weiter Erdöl aus dem Land kaufen.

Vertreter der EU-Länder berieten derweil in Brüssel darüber, wann ein Ölembargo gegen den Iran in Kraft treten soll. Länder wie Griechenland, Italien und Spanien, die große Mengen iranischen Öls beziehen, hatten sich für eine Übergangsfrist von bis zu einem Jahr eingesetzt. Griechenland bezieht mehr als ein Drittel seiner Ölimporte aus dem Iran. Spanien und Italien bezogen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres EU-Angaben zufolge fast 15 Prozent beziehungsweise rund zwölf Prozent ihres Öl-Bedarfs aus dem Iran.

Kommentare (1)

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Pro-D

19.01.2012, 16:22 Uhr

es tut immer wieder gut, wenn repräsentanten von friedlichen Nationen (seit Jahrhunderten ging vom IRAN kein Krieg mehr aus) sich so verbindlich zu wort melden.

Aes tut immer wieder gut, wenn Repräsentanten von friedlichen Nationen (seit Jahrhunderten ging vom IRAN kein Krieg mehr aus) sich so verbindlich zu Wort melden.

Seit den 80zigern sind Atomwaffen generell geächtet und wehe der Nation, die es noch wagt, diese Waffen wirklich einzusetzen. Wäre es anders, hätten die Kriegstreiber (USA und besonders Israel) diese Waffen schon längst eingesetzt. Aber all diese Nationen wissen, dass ihr Ende beschlossene Sache ist, wenn sie A-Waffen einsetzen sollten.

Vom IRAN geht keine Gefahr aus und auch nicht durch A-Waffen, die garantiert NICHT eingesetzt werden dürfen.

Besser wäre es für uns, wenn wir endlich den Kriegstreibern endlich mal das Wasser abgraben würden. Der friedliebende IRAN ist unser Freund. Aber ist Israel wirklich unser Freund?? Evtl. sollten wir uns hierzu erst einmal informieren, bevor wir wieder der vorgefertigten Meinung der Medien blind hinterher laufen.


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