Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2017

07:38 Uhr

Vor Trumps Amtsantritt

US-Botschafter werden zurückgerufen

Rund ein Drittel aller US-Botschafter werden in die Vereinigten Staaten zurückbeordert. Durch den Umbruch im Präsidentschaftsamt ist auch damit zu rechnen, dass neue Botschafter ernannt werden.

John B. Emerson ist der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland. dpa

US-Botschafter

John B. Emerson ist der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland.

WashingtonViele US-Botschafter müssen nach einem Medienbericht ihre Auslandsposten schon kurzfristig bis zum Amtsantritt des künftigen Präsidenten Donald Trump am 20. Januar räumen. Das Außenministerium habe am 23. Dezember ein entsprechendes Telegramm im Namen von Trumps Übergangsteam verschickt, wie die Zeitung „New York Times“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf anonyme US-Diplomaten berichtete. Der Schritt betrifft demnach alle politisch ernannten Botschafter. Dabei handelt es sich um Gesandte, die oft wegen enger Verbindungen zum Präsidenten ernannt und bei dessen Abgang ersetzt werden.

Die „politischen“ Botschafter machen nach Zahlen der US-Diplomatenvereinigung AFSA mehr als ein Drittel der Botschafter aus, die der scheidende Präsident Barack Obama ernannt hat. Die Übrigen sind Karrierediplomaten, die bei Regierungswechseln häufig im Amt bleiben.

Donald Trump: Ex-Botschafter Coats soll Geheimdienstdirektor werden

Donald Trump

Ex-Botschafter Coats soll Geheimdienstdirektor werden

Die US-Geheimdienste stecken derzeit Kritik von Donald Trump ein, an der Zusammenarbeit muss gefeilt werden. Dan Coats soll Trumps Wahl für den Koordinator der Dienste sein. In Deutschland ist er kein Unbekannter.

Frühere Regierungen beider großer Parteien haben dem Bericht zufolge einzelnen Botschaftern eine Karenzzeit gewährt, besonders wenn sie Kinder hatten, damit diese nicht abrupt die Schule wechseln mussten. Dem „knappen“ Schreiben zufolge gebe es nun keine Ausnahmen mehr. Bis die Nachfolger der scheidenden Diplomaten vom Senat bestätigt werden, könnten nun wichtige Posten etwa in Deutschland oder Großbritannien monatelang unbesetzt bleiben. Trump übernimmt das Amt des Präsidenten am 20. Januar von Barack Obama.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×