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02.08.2011

22:42 Uhr

Vor Verfahren

Amnesty fordert fairen Prozess für Mubarak

Gewalt gegen Regierungsgegner, Korruption, Amtsmissbrauch - die Liste der Vorwürfe gegen den gestürzten ägyptischen Staatschef Mubarak ist lang. Doch der Prozess müsse fair geführt werden, fordern Menschenrechtler.

Ägypter protestieren gegen Mubarak. Quelle: dapd

Ägypter protestieren gegen Mubarak.

KairoDie Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat einen fairen Prozess für den gestürzten ägyptischen Staatschef Husni Mubarak gefordert. Das am Mittwoch beginnende Verfahren sei eine „historische Möglichkeit“ für das Land, einen früheren Machthaber und seinen Führungszirkel für die unter ihrer Herrschaft begangenen Verbrechen zu belangen, sagte Malcolm Smart, Amnesty-Direktor für Afrika und den Nahen Osten, am Dienstag. Dazu müsse das Verfahren aber „transparent und fair“ ablaufen. 

Der Prozess gegen den im Februar entmachteten Mubarak soll am Mittwochmorgen in Kairo beginnen. Dem 83-Jährigen werden Anordnung von Gewalt gegen Regierungsgegner bei den Protesten Anfang des Jahres sowie Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Sollte er wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe. Zusammen mit Mubarak sollen auch seine Söhne Alaa und Gamal vor Gericht gestellt werden. Angeklagt sind zudem Ex-Innenminister Habib el Adli, mehrere Mitarbeiter seines Ministeriums sowie ein Geschäftsmann. Mubarak soll sich in einem schlechten Gesundheitszustand befinden, die letzten Monate lag er im Krankenhaus.

Von

afp

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