Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.10.2012

16:19 Uhr

Vor zweitem TV-Duell

Obama bekommt wieder Oberwasser

Die zweite TV-Debatte mit Herausforderer Mitt Romney kann US-Präsident Obama gelassener angehen. Einer Umfrage zufolge liegt er bei den Frühwählern deutlich vorne. Unterstützung bekommt er nun auch von einem Rockstar.

Präsident Barack Obama kann wieder optimistischer sein. dapd

Präsident Barack Obama kann wieder optimistischer sein.

WashingtonDer im Wahlkampf unter Druck geratene US-Präsident Barack Obama erhält kurz vor der zweiten TV-Debatte mit seinem Herausforderer Mitt Romney Rückenwind. Eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage zeigte, dass der Amtsinhaber bei den Wählern, die ihre Stimme bereits abgegeben haben, mit 59 zu 31 Prozent deutlich besser abschnitt als der Republikaner. Der eigentliche Wahltermin ist zwar erst der 6. November, doch schon jetzt können Amerikaner in mindestens 40 Bundesstaaten ihre Stimme abgeben.

Die Meinungsumfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hat zwar eine Fehlerquote von zehn Prozent, doch selbst wenn man diese berücksichtigt, liegt Obama vorne. Auch 2008 schnitt er bei den Frühwählern besser ab. Damals stimmte ungefähr jeder Dritte vor dem eigentlichen Wahltermin ab. Obamas Wahlkampfstab will versuchen, diesen Anteil dieses Jahr noch zu steigern.

Immer mehr in den Fokus rücken auch daher die Staaten, in denen viele Wähler noch als unentschieden gelten. Die Bürger dieser Swing States könnten angesichts des erwarteten knappen Wahlausgangs darüber entscheiden, wer am Ende die Nase vorne hat. Besonders umkämpft sind unter anderem Ohio und Iowa. Dort erhält Obama demnächst Schützenhilfe von Rockstar Bruce Springsteen, der nach Angaben des Wahlkampfstabs des Präsidenten in beiden Staaten umsonst auftreten wird. In Ohio soll außerdem der immer noch bei vielen Amerikanern äußerst populäre Ex-Präsident Bill Clinton dabei sein.

Obama war nach seinem überraschend schwachen Auftritt in der ersten TV-Debatte gegen Romney vor gut zwei Wochen in den Umfragen zurückgefallen. Sein Stellvertreter Joe Biden schlug sich anschließend gegen Romneys Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten, Paul Ryan, besser, und machte etwas Boden für die Demokraten gut.

Obama und Romney treffen diesmal in einem sogenannten Town Meeting aufeinander, bei dem die beiden nicht nur von einem Moderator, sondern in erster Linie von Wählern direkt befragt werden sollen. Die Debatte findet an der Hofstra University in Hempstead bei New York statt. Am 22. Oktober stehen sich Obama und Romney in einem dritten und letzten Duell gegenüber.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×