Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2014

15:52 Uhr

Vorschlag der Kommission

EU kommt Deutschland mit Energie-Sparziel entgegen

Die EU-Kommission schlägt ein Energie-Einsparziel von 30 Prozent bis 2030 vor. Deutschland und Frankreich hatten vorab eine Zielmarke gefordert. Ein EU-Gipfel soll im Oktober darüber entscheiden.

Über die Klimaziele der EU, zu denen auch die Energie-Effizienz gehört, wird voraussichtlich beim EU-Gipfel im Oktober entschieden. dpa

Über die Klimaziele der EU, zu denen auch die Energie-Effizienz gehört, wird voraussichtlich beim EU-Gipfel im Oktober entschieden.

BrüsselDie EU-Kommission folgt beim Energie-Einsparziel für 2030 den Vorstellungen Deutschlands. Die Brüsseler Behörde einigte sich auf ein Effizienz-Ziel von 30 Prozent, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Mittwoch. Dieser Vorschlag sei zugleich maßvoll und ehrgeizig. Für das Ziel von 30 Prozent hatten sich die Bundesregierung, Frankreich und der neue EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker starkgemacht.

Die Mitgliedsstaaten sollen demnach selbst entscheiden, ob das 30-Prozent-Ziel für jedes einzelne Land oder EU-weit verpflichtend sein soll. Die Zielmarke basiert nach Kommissionsangaben auf dem Vergleich, wie sich der Energieverbrauch ohne weitere Vorgaben bis 2030 entwickeln würde („Business as usual“).

Über die Klimaziele der EU, zu denen auch die Energie-Effizienz gehört, wird voraussichtlich beim EU-Gipfel im Oktober entschieden. Die EU-Kommission hatte im Januar vorgeschlagen, Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der Anteil Erneuerbarer Energien soll bis dahin auf 27 Prozent steigen. Großbritannien, das auf Atomenergie setzt, machte sich nur für ein EU-weites Ziel bei Treibhausgasen stark.

Das Thema hatte in den vergangenen Monaten angesichts des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland an Bedeutung gewonnen. Da gut ein Drittel des Gas- und Öl-Verbrauchs der EU von Russland gedeckt werden, gilt diese Abhängigkeit vor allem in den osteuropäischen Ländern als problematisch. Um sie zu reduzieren, hatte die EU-Kommission auf das große Potenzial der Energie-Effizienz verwiesen. Dies setzt allerdings erhebliche Investitionen etwa in die Gebäudesanierung voraus, was die Effizienzziele strittig macht. Einem Reuters vorliegenden Entwurf der EU-Kommission zufolge ist die EU auf einem guten Weg, die Einsparziele von 20 Prozent für 2020 zu erreichen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×