Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2012

10:24 Uhr

Vorstoß Russlands

Syriens Regierung soll an Übergang beteiligt werden

Russland und die USA können sich im Streit um ein Ende der Kämpfe in Syrien weiterhin nicht einigen. US-Außenministerin Hillary Clinton beharrt auf Sanktionen gegen das Land, in Moskau hat man eine ganz andere Idee.

Sergej Lawrow und Hillary Clinton am Rande des Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Wladiwostok. dapd

Sergej Lawrow und Hillary Clinton am Rande des Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Wladiwostok.

WladiwostokRussland will sich im UN-Sicherheitsrat für eine Einigung auf Grundzüge eines politischen Übergangs in Syrien einsetzen. Es gebe die Idee, eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats mit syrischen Ministern einzuberufen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag nach einem Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton am Rande des Gipfels des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Wladiwostok. Er habe gegenüber Clinton betont, dass sich Russland dafür einsetzen werde, „dass der Sicherheitsrat die Erklärung von Genf annimmt.“ Sanktionen gegen Syriens Regierung lehne Russland aber weiter ab, sagte Lawrow.

Die UN-Vetomächte und mehrere arabische Staaten hatten sich Ende Juni in Genf unter Vermittlung des früheren Syrien-Sondergesandten Kofi Annan darauf verständigt, dass einer möglichen Übergangsregierung in Syrien auch Vertreter der Führung von Präsident Baschar al-Assad angehören könnten. Russland ist einer der letzten Verbündeten Assads. Gemeinsam mit China blockierte das Land bereits mehrfach Resolutionsentwürfe des UN-Sicherheitsrats zur Verurteilung des gewaltsamen Vorgehens von Assads Truppen gegen Regierungsgegner.

Syrien-Konflikt: Westerwelle fordert China und Russland zum Einlenken auf

Syrien-Konflikt

Westerwelle fordert gemeinsame UN-Haltung

Der Außenminister kritisiert die Haltung von China und Russland im Syrien-Konflikt.

Clinton sagte bei dem Treffen mit Lawrow am Samstag laut US-Diplomaten, die USA seien zur Debatte über eine UN-Resolution auf der Grundlage der Genfer Pläne bereit. Der Text müsse jedoch Sanktionsdrohungen gegen die Führung Assads beinhalten. Seit dem Beginn des Aufstands gegen Assad im März vergangenen Jahres wurden in Syrien nach Oppositionsangaben mehr als 26.000 Menschen getötet. Der UNO zufolge flohen mehr als 246.000 Syrer vor den Kämpfen aus ihrer Heimat. Mehr als eine Millionen Menschen sind demnach im Land selbst auf der Flucht.

Von

afp

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

mzpx

08.09.2012, 17:46 Uhr

Sollten lieber mal die "Rebellen" sanktionieren und die Lieferungen von Waffen, Logistik und Söldnern einstellen, dann würde das Blutvergießen ganz schnell aufhören und man könnte anfangen in einen Dialog zu treten. Mit der erpresserischen Haltung der USA, EU, etc. wird die Spirale der Gewalt nur steigen.

selim

08.09.2012, 20:01 Uhr

ich war in der region hatay für 3 wochen im urlaub das sind ca. 5km luftlinie nach syrien was da passiert´passt nicht mit dem was die presse schreibt rebellen werden mit türkischen krankenwagen abgeholt und gleichzeitig werden waffen an die rebellen gegeben diese die man flüchtlinge nennt bekommen 25 lira gutscheine um sich lebensmittel zu kaufen was machen die die sammeln alle gutscheine und verkaufen die für 15 lira weiter um sich waffen zu kaufen und in den krieg zugehen wenn ich weiter schreiben würde was da passiert brauche ich sicher eine woche glaubt nicht der presse

pascal

08.09.2012, 21:59 Uhr

Ich bin 100 prozent Ihrer Meinung. Uns ist bekannt , dass die USA und Englische sowie Türkische hochrangige Beamten schon vor den Unruhen an der Grenze von Syrien waren und gleich danach hat man mit der Aufbau von 25000 Zelte angefangen. Erst Monate spaeter waren die Unruhen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×