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07.02.2016

10:11 Uhr

Vorwahlen der Republikaner

Trump fordert Waterboarding und „Schlimmeres“

Krawallkandidat Donald Trump provoziert mal wieder: Als US-Präsident würde er das „Waterboarding“ wieder einführen – und auch „viel Schlimmeres“. Ausgerechnet sein Konkurrent Jeb Bush plädiert für Zurückhaltung.

Er will Amerika wieder groß machen – auch mit Foltermethoden. ap

Donald Trump

Er will Amerika wieder groß machen – auch mit Foltermethoden.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will im Fall eines Wahlsieges nicht nur die höchst umstrittene Verhörmethode „Waterboarding“ gegen Terroristen wiedereinführen. Er würde noch „verdammt viel Schlimmeres“ zulassen, als diese Form des simulierten Ertränkens, sagte der Multimilliardär am Samstagabend in der letzten TV-Debatte der republikanischen Kandidaten vor der nächsten Vorwahl am Dienstag im Bundesstaat New Hampshire. Menschenrechtsgruppen stufen die Methode als Folter ein.

„Wir haben Leute im Nahen Osten, die Christen die Köpfe abhacken“, sagte der in Umfragen für die republikanische Präsidentschaftskandidatur führende Rechtspopulist. Der erzkonservative Senator Ted Cruz erklärte, Waterboarding sei „keine Folter“. Dennoch sei er nicht für einen „weit verbreiteten Einsatz“ der Verhörtechnik. Allerdings würde er im Fall einer drohenden Terrorattacke „alle möglichen Methoden“ einsetzen, um das Land zu schützen.

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Der Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, sagte dagegen, er würde an dem von Präsident Barack Obama verkündeten Verbot dieser Praxis nicht rütteln. „Ich denke, es ist angemessen, wo wir jetzt stehen“, sagte der Bruder des früheren US-Präsidenten George W. Bush.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte der US-Geheimdienst CIA Waterboarding und andere harsche Verhörmethoden gegen Terrorverdächtige eingesetzt. Präsident Barack Obama hatte das CIA-Programm nach seinem Amtsantritt Anfang 2009 beendet.

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