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22.01.2012

08:56 Uhr

Vorwahlen in South Carolina

Gingrich macht es wieder spannend

VonNils Rüdel

Sei aggressiv und kompromisslos: Mit diesem Rezept hat Newt Gingrich die Vorwahl in South Carolina klar gewonnen. Wie geschickt er das macht, zeigte er am Wahlabend vor seinen Fans. Ein Besuch im Wahlkampf-Hauptquartier.

Newt Gingrich siegt in South Carolina. dapd

Newt Gingrich siegt in South Carolina.

ColumbiaDer Polizist gibt sich wirklich Mühe. „Ich sage es noch mal, treten Sie zurück“, kommandiert er von der Bühne herab. Doch an diesem Abend wollen die konservativen Republikaner im Saal noch nicht mal mehr auf einen Mann des Gesetzes hören. Sie schwitzen, sie drängeln, sie wollen nah dran sein an ihrem Idol, das jeden Moment erscheinen soll: Newt Gingrich. Der Mann, der sie glücklich macht.

Dann, endlich, kommt er. Das heißt, eher hält er Einzug. Quälende 20 Minuten nimmt sich Gingrich Zeit, vor der Tür das Spalier aus Fotografen und ausgestreckten Händen abzuschreiten. Drinnen, im Ballsaal des Hilton in Columbia, läuft ein Country-Song, irgendwas mit „Stolz“ und „Amerika“. Gäbe es ein Bild für die Stimmung hier, es wäre ein sich auf die Brust trommelnder Gorilla.

Denn Newt Gingrich hat soeben bei den Vorwahlen der Republikaner in South Carolina einen sensationellen Sieg eingefahren. Und am heutigen Samstagabend, in seiner Wahlkampfzentrale in der Hauptstadt des US-Bundestaates, kann man die Ergebnisse noch gar nicht fassen: 40 Prozent hat Gingrich geholt und seinen größten Konkurrenten Mitt Romney gedemütigt, der nur 28 Prozent schaffte. Rick Santorum und Ron Paul landeten mit 17 und 13 weit dahinter.

Kommentar: Sieg des Seelenretters

Kommentar

Sieg des Seelenretters

Newt Gingrich hat die Vorwahlen in South Carolina gewonnen. Für viele Menschen ist er die Wahl ihres Herzens – Mitt Romney aber beherrscht die Langstrecke und bleibt der Top-Favorit. Ein Kommentar.

Damit geht in Columbia die bisher kurioseste Woche dieses Wahlkampfes zu Ende, und sie hat das Rennen um die Nominierung zum Herausforderer Barack Obamas wieder spannend gemacht. Für Gingrich hätte es nicht besser laufen können – Romney dagegen dürfte die vergangenen Tage am liebsten vergessen wollen.

Kommentare (9)

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lollipop

22.01.2012, 09:07 Uhr

Newt Gingrich.
Also quasseln wir über Newt Gingrich: einen Kriegstreiber (Iraq) und damit über 150.000 Kriegstote nach gegenwärtigem Bodycount.
Mit Newt Gingrich sprechen wir über Mobil Oil und einem Erdöldesaster, das lediglich BP zu toppen vermochte.
Newt Gingrich: the daughter of hell.

So what is: Newt Gingrich?

lollipop_ps

22.01.2012, 09:15 Uhr

Und Newt Gingrich hat das US-amerikanische Haushaltsdesaster mit zu verantworten.
Damit würden sich die US-Amerikaner die Pest an den Hals wählen.

lord_of_flies

22.01.2012, 09:41 Uhr

Was interessieren ihn Tote?

Damit hat der saubere Kongressabgeordnete nun gleich überhaupt nichts zu tun.

Ein ausgesprochen feiner Mann.

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