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26.05.2012

15:15 Uhr

Vorwahlen in Texas

Romney auf dem Weg zur US-Präsidentschaftskandidatur

Am Dienstag kommt Mitt Romney seinem großen Traum wohl einen großen Schritt näher. Die Vorwahlen in Texas könnten den Republikaner zum Präsidentschaftskandidaten und damit zum ernsthaften Konkurrenten für Obama machen.

Das Händeschütteln scheint sich zu lohnen: Mitt Romney auf Wahlkampftour dapd

Das Händeschütteln scheint sich zu lohnen: Mitt Romney auf Wahlkampftour

WashingtonStreng genommen befindet sich Mitt Romney seit 2007 ununterbrochen im Wahlkampfmodus. Damals startete er den ersten Anlauf auf das Weiße Haus, unterlag im Kampf um die Kandidatur der US-Republikaner aber John McCain. Als dieser dann gegen Barack Obama verlor, arbeitete Romney auf eine erneute Bewerbung bei der Präsidentschaftswahl 2012 hin. Am Dienstag kommt der Ex-Gouverneur von Massachusetts seinem Ziel wohl ein großer Stück näher: Bei den Vorwahlen in Texas dürfte er die Schallmauer von 1144 Delegierten durchbrechen und sich damit die Kandidatur endgültig sichern.

Doch nicht nur die Kandidatur, auch die Präsidentschaft liegt für Romney in Reichweite. Seit dem Ausstieg seines ärgsten innerparteilichen Rivalen Rick Santorum im April und dem Ende des zähen Vorwahlkampfes hat er seine Position in den Umfragen deutlich verbessern können. Zwar führt Obama weiter in den meisten landesweiten Erhebungen, doch der Abstand liegt der Internetseite realclearpolitics.com zufolge im Schnitt nur noch bei 1,6 Prozent.

Das Wahlsystem in den USA führt ohnehin dazu, dass es am Ende nur auf wenige Bundesstaaten ankommt, in denen sich Mehrheiten für Republikaner und Demokraten abwechseln. Und in vielen dieser sogenannten "Swing States", etwa in Ohio oder Florida, zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die Republikaner sehen einen realistischen Pfad zurück an die Macht - und das schlägt sich auf die Disziplin der Partei nieder.

Waren die Republikaner zu Beginn der Vorwahlen zerstritten, versammeln sie sich nun hinter Romney, den sie auf dem Nominierungsparteitag Ende August in Florida aller Wahrscheinlichkeit nach zum Kandidaten krönen werden. Das Mosern an der Basis über den hölzernen Ex-Gouverneur ist weitgehend verstummt, die Kritik des erzkonservativen Flügels an Romneys politischem Wankelmut bei Gewissensthemen wie Abtreibung ebenso. Selbst sein unterlegener Gegenspieler Santorum sowie der polternde Ex-Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, sind mittlerweile zu Romney-Fans konvertiert - zumindest offiziell.

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