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24.10.2012

19:08 Uhr

Vorwurf aus dem Sudan

Israel soll Waffenfabrik angegriffen haben

Mitten in der Nacht fliegt im Sudan eine Waffen- und Munitionsfabrik in die Luft. Khartum beschuldigt Israel und droht mit Vergeltung. Israel will sich nicht dazu äußern. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Sudan beschuldigt Israel, die Waffenfabrik mit Kampfjets angegriffen zu haben. dpa

Sudan beschuldigt Israel, die Waffenfabrik mit Kampfjets angegriffen zu haben.

Addis Abeba/KhartumNach der verheerenden Explosion in einer sudanesischen Waffenfabrik hat die Regierung in Khartum schwere Vorwürfe gegen Israel erhoben. Informationsminister Ahmed Bilal Osman beschuldigte Tel Aviv, das Gebäude in der Nacht zum Mittwoch aus der Luft angegriffen zu haben. Vier Kampfflugzeuge seien an der Aktion beteiligt gewesen, erklärte Osman vor Journalisten. Er drohte Israel mit einem Vergeltungsschlag.

Ein Augenzeuge sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass mehrere Flugzeuge in der Nähe der Fabrik gekreist seien, bevor diese in Flammen aufging. „Die Explosion war sehr laut, und wir haben ein riesiges Feuer gesehen.“ Auch in der näheren Umgebung seien Fenster zerbrochen und einige Zimmer eingestürzt, hieß es.

Israel wollte die Vorwürfen auf dpa-Anfrage nicht kommentieren. „Wir antworten nicht auf die Behauptungen“, sagte eine Sprecherin der Streitkräfte. Der Sprecher des Außenministeriums Yigal Palmor sagte: „Israel hat überhaupt keine Informationen zu dem Vorfall.“

Allerdings behält sich Israel Militärschläge im Interesse seiner Sicherheit vor. So zerstörte die israelische Luftwaffe am 6. September 2007 ein Ziel in Syrien, angeblich die Baustelle eines Atomreaktors. Im aktuellen Atomstreit mit dem Iran erklärt sich Israel auch grundsätzlich zu Militärschlägen bereit.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

24.10.2012, 20:15 Uhr

Eine Waffenfabrik weniger, ein Waffenkonvoi weniger, ein Waffenhändler weniger- grundsätzlich eigentlich nicht schlecht.

Ich_kritisch

24.10.2012, 21:44 Uhr

ich find, dass Israel nu wirklich nix im Sudan zu suchen hat!


Wenn ich mir Morgen ein Messer kaufe, werd ich dann auch bombadiert? Ich könnte doch dieses Messer einem Palästinenser Schicken.

Oder hat Israel mal kurzerhand seine Grenzen auf dem Papier verschoben und Ägypten annektiert?

Zuzutrauen wäre es ihnen.

Die Regierung Israels will einen Krieg - um jeden Preis - damit die sozialen Unruhen im eigenen Land abnehmen ...

PubliusAeliusHadrianusGraeculus

25.10.2012, 07:44 Uhr

Nicht zu suchen? Israels Wissenschaftler und Archäologen suchen doch nun schon Jahrzehnte irgendwo im Wüstensand oder auch in der menschlichen DNA verzweifelt nach einer geschichtlichen bzw. genetischen Legitimation.
Aber historisch gesehen hatte Paulus vor 2000 Jahren und als griechisch gebildeter Jude mit seiner Sichtweise doch Recht - Christen sind nur unbeschnittene Juden.
So lässt sich feststellen, dass von allen abrahamitischen Religionen wenigstens das hellenistische Judentum noch die humanste Option war.

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