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17.12.2011

15:57 Uhr

Vorwurf Wahlfälschung

Medwedew hält Obamas Kritik für bedeutungslos

Russlands Präsident Medwedew schlägt mit scharfen Worten die Kritik der USA an den Wahlen in seinem Land zurück. Er sei zwar offen für korrekte Kritik. Aber „Töne wie aus im Kalten Krieg“ seien nicht akzeptabel.

Russlands Präsident Dimitri Medwedew verbittet sich die Kritik der USA an den Wahlen in seinem Land. dpa

Russlands Präsident Dimitri Medwedew verbittet sich die Kritik der USA an den Wahlen in seinem Land.

MoskauKremlchef Dmitri Medwedew hat sich Kritik der USA an der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland strikt verbeten. Einige Aussagen der US-Regierung seien unannehmbar und empörend, sagte Medwedew am Samstag bei einem Treffen der Regierungspartei Geeintes Russland. „Ich war gezwungen, Präsident Barack Obama gestern am Telefon zu sagen, dass die Bewertung unserer Wahlen durch die USA für uns keinerlei Bedeutung hat“, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax in seiner Residenz Gorki bei Moskau.

Russland sei offen für korrekte Kritik. Aber „Töne wie aus im Kalten Krieg“ seien nicht akzeptabel, unterstrich der Staatschef. Den begonnenen Neustart in den Beziehungen mit den USA wolle Russland fortsetzen, sagte Medwedew. Moskau lasse sich aber nicht einschüchtern und werde seine nationalen Interessen weiter verfolgen. Das gelte insbesondere für die umstrittenen US-Pläne einer Raketenabwehr in Europa. „Wenn man uns nicht anhört, werden wir antworten“, warnte der Kremlchef.

Russland droht als Reaktion auf die Pläne mit einer Aufrüstung seiner Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das ehemalige Königsberg. Vor kurzem hatte bereits der russische Regierungschef Wladimir Putin den USA vorgeworfen, das Signal für die Massenproteste im Riesenreich gegeben zu haben.

Von

dpa

Kommentare (3)

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KFR

17.12.2011, 16:59 Uhr

immer recht belustigend, wer welche Wahlen für "allgemein, frei, gleich ..." hält, die Ergebnisse akzeptiert, auch wenn einfachste Prinzipien nicht beachtet wurden. Gewöhnlich zeigen da ein paar Finger auf Propagandisten zurück.

Diplomat

17.12.2011, 23:53 Uhr

Die Amerikaner haben ein Problem,sie glauben sie haben immer Recht.Das beklagen selbst westliche Diplomaten hinter vorgehaltener Hand.Man stelle sich vor die Russen würden an der Küste der Beringstrasse ein Raketenabwehrschirm gegen die USA errichten.Wie würde Amerika reagieren?Die Kriegstreiber sind nicht in Moskau ,sie sind in den USA und im Nahen Osten.

Account gelöscht!

18.12.2011, 07:29 Uhr

Leider hat Medwedew recht. Ihn und Putin kratzt es nicht die Bohne, was andere sagen oder denken; es ist für sie bedeutungslos. Die beiden haben Russland fest im Griff.

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