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04.08.2014

18:00 Uhr

Wachstum in Europa

Hollande stellt Forderungen an Deutschland

Mehr Investitionen, mehr Wachstum, Bekämpfung der Deflation: Francois Hollande hat eine Reihe von Forderungen gegenüber Deutschland und dessen Rolle in Europa. Auch bei der EZB sieht er eine Bringschuld.

Frankreichs Präsident François Hollande hat eine Reihe von Forderungen an Deutschland und dessen Rolle in Europa. dpa

Frankreichs Präsident François Hollande hat eine Reihe von Forderungen an Deutschland und dessen Rolle in Europa.

ParisFrankreichs Präsident François Hollande fordert von Deutschland eine aktivere Wachstumspolitik. „Die Handelsbilanzüberschüsse und die Finanzsituation erlauben es, mehr zu investieren. Das ist der beste Dienst, den Deutschland Frankreich und Europa erweisen kann“, sagte Hollande der französischen Tageszeitung „Le Monde“ (Dienstag). Frankreich selbst setze die angekündigten Reformen um, aber die Bemühungen zur Defizitreduzierung seien auch vom Wachstum abhängig. „Wir verlangen von Deutschland nicht irgendeine Art von Nachsicht, sondern eine stärke Unterstützung des Wachstums.“

Gleichzeitig warnte Hollande vor einem anhaltenden Sinken des Preisniveaus. „Es gibt ein ernsthaftes Deflationsrisiko in Europa. In Frankreich ist die Inflation noch nie so niedrig gewesen“, sagte der Präsident mit Blick darauf, dass fallende Preise den realen Gegenwert ausstehender Schulden erhöhen und zu einem Einfrieren der Wirtschaft führen können, weil Verbraucher mit weiter fallenden Preisen rechnen und deshalb Konsumausgaben aufschieben.

Der Euro-Kurs sei zuletzt gefallen, aber noch zu wenig. „Die Bundesbank ist sich dieses Problems bewusst, wie man daran sieht, dass sie den Wunsch geäußert hat, dass die Löhne in Deutschland um drei Prozent steigen“, ergänzte Hollande. Gefragt sei vor allem die Europäische Zentralbank (EZB).

Von

dpa

Kommentare (9)

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Herr richard roehl

04.08.2014, 18:45 Uhr

Wünsche waren es noch gestern, heute sind es schon Forderungen von unseren besten Freunden. Hatten wir sowas nicht schonmal?

Herr Arno Nym

04.08.2014, 20:48 Uhr

Herr Hollande, Sie geben mir Hoffnung. Wenn schon das zweitlängste Standbein der EU zittert kann es nicht mehr lange dauern, bis der EU-Moloch fällt.

Herr J.-Fr. Pella

05.08.2014, 08:56 Uhr

Hat Herr Hollande noch alle Tassen im Schrank???

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